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Allgemeine Geschäftsbedingungen
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TANUO.AI GmbH · Franziska-Tiburtius-Straße 1 · 01326 Dresden

Amtsgericht Dresden, HRB 46634 · Geschäftsführer: Ludwig Gawer, Robert Klikics

Fassung 2.0 – Stand: August 2026 – Veröffentlichung nach dokumentierter Freigabe

1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der TANUO.AI GmbH (nachfolgend „Anbieter“ oder „tanuo.ai“) und ihren Kunden über die Einrichtung und den verwalteten Betrieb von KI-Software-Stacks sowie über damit verbundene Leistungen (nachfolgend „Leistungen“).

(2) Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB werden keine Verträge geschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht gesondert widerspricht oder in Kenntnis solcher Bedingungen die Leistung vorbehaltlos erbringt. Etwas anderes gilt nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.

(4) Diese AGB gelten in ihrer bei Vertragsschluss jeweils gültigen Fassung auch für künftige gleichartige Verträge mit demselben Kunden, ohne dass der Anbieter erneut auf sie hinweisen muss.

2 Vertragsgegenstand, Rollenverteilung und Vertragstypologie

(1) Gegenstand ist die Bereitstellung und der verwaltete Betrieb einer dedizierten, kundenbezogenen Infrastruktur für KI-Anwendungen („Plattform“) sowie der technischen Betriebsdienste. Der Stack kann Open-Source- und source-available Anwendungen sowie Open-Weight-Modelle enthalten. Maßgeblich sind Einzelauftrag und Leistungsbeschreibung.

(2) Der Kunde wählt Anwendungen und Modelle selbst aus, akzeptiert die jeweiligen Upstream-Bedingungen und löst deren Installation über die Plattform aus. Er ist Lizenznehmer und verantwortet Einsatzzweck, Nutzerkreis, Inhalte, Branding und kundenseitige Integrationen. TANUO stellt Infrastruktur, Deployment-Mechanismus, Sicherheitsupdates, Monitoring und technischen Managed Service bereit. TANUO verkauft oder lizenziert die Drittkomponenten nicht.

(3) Gesetzlich nicht abdingbare Pflichten TANUOs für eigene Auswahl-, Bereitstellungs- und Betriebshandlungen bleiben unberührt. TANUO darf eine Installation oder den weiteren Betrieb ablehnen, wenn die konkrete Nutzung erkennbar nicht von der jeweiligen Lizenz gedeckt ist, und erforderliche kommerzielle Lizenzen oder Alternativkomponenten verlangen. Durch den kundenspezifischen Einsatzzweck, Nutzerumfang oder White-Labeling ausgelöste Zusatzlizenzen trägt der Kunde.

(4) Vergütet werden Infrastruktur, Rechenkapazität, Automatisierung, Betrieb, Wartung, Support, Beratung und vereinbarte Werkleistungen, nicht die Überlassung der Drittsoftware oder der Modelle als solche.

(5) Der Vertrag ist ein gemischttypischer Vertrag. Auf die zeitweise Infrastrukturüberlassung finden die mietrechtlichen, auf Betrieb, Support, Beratung und Schulung die dienstvertraglichen und auf abgrenzbare Einrichtungsergebnisse die werkvertraglichen Vorschriften Anwendung.

(6) TANUO schuldet keinen bestimmten KI-Inhalt, keine sachliche Richtigkeit generierter Ausgaben und keinen bestimmten Lernerfolg.

3 Vertragsschluss und Einzelbeauftragung

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website www.tanuo.ai und in sonstigen Unterlagen ist unverbindlich und stellt kein Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Einzelbeauftragung. Verträge kommen durch Einzelbeauftragung zustande. Der Anbieter unterbreitet dem Kunden auf dessen Anfrage ein Angebot in Textform, das die Leistungen, die Vergütung und die Laufzeit bezeichnet. Der Anbieter ist an sein Angebot 14 Tage ab Zugang gebunden, sofern im Angebot keine abweichende Bindungsfrist genannt ist. Der Vertrag kommt mit fristgerechter Annahme des Angebots durch den Kunden in Textform zustande. Der Vertragsschluss kann auch durch schriftlichen Einzelvertrag erfolgen.

(3) Verträge werden derzeit nicht durch einen automatisierten Online-Checkout oder einen unmittelbar ausführbaren Zahlungslink geschlossen. Website, Beratungstermin, Anfrageformular und Paketauswahl dienen ausschließlich der Vertragsanbahnung.

(4) Eine Anfrage oder Paketauswahl des Kunden ist unverbindlich. Verbindlich sind ausschließlich das individuelle Angebot und dessen fristgerechte Annahme oder ein beiderseits geschlossener Einzelvertrag.

(5) Der Kunde bestätigt spätestens mit Annahme des Angebots, dass er als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, als juristische Person des öffentlichen Rechts oder als öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt. Er teilt Firma, Sitz sowie - soweit vorhanden - Registernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mit. Der Anbieter darf die Angaben überprüfen und Anfragen aus sachlichem Grund ablehnen.

(6) Vertragsbestandteile sind, soweit vereinbart bzw. gebucht: der Einzelvertrag oder die Auftragsbestätigung, die Leistungsbeschreibung des Pakets, ein etwaiges Service Level Agreement (SLA), der Auftragsverarbeitungsvertrag nach § 15 Abs. 2 nebst Anlagen, die Lizenzübersicht nach § 17 Abs. 1 sowie diese AGB. Bei Widersprüchen gilt diese Rangfolge in der genannten Reihenfolge; für Fragen der Verarbeitung personenbezogener Daten geht der Auftragsverarbeitungsvertrag vor. § 305b BGB bleibt unberührt.

(7) Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach § 15 Abs. 2 wird als Bestandteil jedes Vertrages vor der ersten Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Kunden abgeschlossen.

(8) Der Anbieter stellt dem Kunden diese AGB und die einbezogenen Anlagen spätestens bei Vertragsschluss in speicher- und wiedergabefähiger Form zur Verfügung und dokumentiert die jeweils einbezogene Fassung.

4 Leistungsumfang

(1) Der Leistungsumfang ergibt sich aus Einzelauftrag, Paketbeschreibung, gegebenenfalls SLA, AVV und diesen AGB.

(2) Je nach Auftrag umfasst die Leistung insbesondere: a) Provisionierung einer dedizierten Kunden-VM; b) gemeinsam genutzte, zustandslose KI-Inferenz oder optional dedizierte Inferenz; c) verschlüsseltes Netzwerk, Identitäts- und API-Zugang; d) Monitoring und Support im gebuchten Umfang.

(3) Der Kunde wählt die für seine Instanz verfügbaren Anwendungen aus, akzeptiert deren Lizenzbedingungen und löst die Installation selbst aus. TANUO dokumentiert Version und Annahme. Sicherheitsupdates darf TANUO nach Prüfung automatisch einspielen. Reguläre Funktionsupdates werden nur nach Kundenfreigabe eingespielt. Ändern sich Lizenz-, Branding- oder Nutzungsbedingungen wesentlich, ist vor dem Update eine erneute dokumentierte Kundenbestätigung erforderlich.

(4) Der Cloudbetrieb erfolgt über Infrastrukturpartner in Deutschland. Zertifizierungsangaben beziehen sich ausschließlich auf den benannten Betreiber und Geltungsbereich; TANUO selbst wird nicht als ISO- oder GreenIT-zertifiziert dargestellt.

(5) Unterauftragnehmer dürfen nach Maßgabe des AVV eingesetzt werden. Roadmap-Funktionen sind nur bei ausdrücklicher Vereinbarung geschuldet.

(6) Planbare Arbeiten erfolgen grundsätzlich montags bis freitags von 18:00 bis 22:00 Uhr (Europe/Berlin) und werden mindestens drei Werktage vorher angekündigt. Dringende Sicherheitsmaßnahmen dürfen ohne Vorlauf erfolgen; der Kunde wird unverzüglich informiert.

5 Fair Use und Nutzungskontingente

(1) Für gemeinsam genutzte Inferenz gelten die Paketkontingente. Eine verarbeitete Dokumentseite zählt als eine Seite. Bei Dateien ohne feste Seitenzählung entsprechen je angefangene 1.800 Zeichen einschließlich Leerzeichen einer Seite.

(2) Bei 80 Prozent und 100 Prozent des Kontingents wird der Kunde informiert. Nach Überschreitung läuft die Verarbeitung mit reduzierter Priorität oder Geschwindigkeit bis zum nächsten Abrechnungsmonat weiter. Eine Sperrung oder automatische Mehrberechnung erfolgt allein deshalb nicht.

(3) Nutzerangaben in der Paketübersicht sind empfohlene Teamgrößen, keine pauschalen Drittsoftware-Lizenzen. Tatsächlich zulässige Nutzerzahlen richten sich nach Ressourcen, Sicherheit und den vom Kunden akzeptierten Komponentenlizenzen.

(4) Zusätzlich gebuchter S3-Speicher wird nur nach ausdrücklicher Bestätigung aktiviert und je angefangene weitere 100 GB mit 5 EUR netto pro Monat berechnet, soweit der Auftrag keinen anderen Preis bestimmt.

  • 6 Zusatzleistungen

(1) Über die Hauptleistungen hinaus kann der Anbieter nach gesonderter Vereinbarung insbesondere folgende Zusatzleistungen erbringen: Einrichtung und Initialisierung (Hardware- und Software-Setup, Testläufe), Beratungs- und Integrationsleistungen (Datenaufnahme, Workflow-Erstellung, Anbindung von Bestandssystemen), Schulungen sowie erweiterte technische Unterstützung.

(2) Zusatzleistungen werden nach Aufwand oder zu einem vereinbarten Festpreis gesondert vergütet, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.

(3) Für Schulungen gilt ergänzend: Termine werden verbindlich vereinbart. Sagt der Kunde einen vereinbarten Termin später als fünf Werktage vor dem Termin ab oder verschiebt er ihn, ist der Anbieter berechtigt, 50 Prozent des vereinbarten Entgelts zu berechnen; bei Absage am Termintag das volle Entgelt. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein geringerer Aufwand entstanden ist. Schulungsunterlagen dürfen ausschließlich intern durch die Teilnehmenden genutzt und nicht an Dritte weitergegeben werden.

7 Betriebsmodelle, dedizierte Infrastruktur und kundeneigene Hardware

(1) Starter, Team und Growth werden auf einer dedizierten Kunden-VM betrieben; ausschließlich die KI-Inferenz kann gemeinsam genutzt werden. Bei Growth ist dedizierte Inferenz zubuchbar. Custom kann als dedizierte Cloud-, hybride oder On-Premises-Lösung vereinbart werden.

(2) Der Auftrag weist aus, welche Bausteine bei TANUO, einem Infrastrukturpartner oder beim Kunden betrieben werden. „On-Premises“ bedeutet nur dann vollständige lokale Inhaltsverarbeitung, wenn sämtliche inhaltsführenden Bausteine lokal betrieben werden.

(3) Regelfall für On-Premises ist Beschaffung und Eigentum der Hardware durch den Kunden. TANUO kann die Beschaffung im Namen und auf Rechnung des Kunden koordinieren oder Hardware nach gesondertem Angebot vermieten. Bei Kundenhardware trägt der Kunde grundsätzlich Ersatzteile, Versand und Vor-Ort-Einsätze. Bei TANUO-Miethardware trägt TANUO Reparatur und Ersatz, außer bei kundenseitig verursachten Schäden.

(4) Dedizierte Infrastruktur, TANUO-Miethardware und der Managed Service auf kundeneigener On-Premises-Hardware haben eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Sie verlängern sich jeweils um zwölf Monate, wenn nicht mit drei Monaten Frist zum Laufzeitende gekündigt wird.

(5) Der Kunde stellt Standort, Rackplatz, Strom, Kühlung, physische Sicherheit, Netzwerk und erforderliche Freigaben bereit. Aufbau und Inbetriebnahme werden je Angebot vereinbart.

(6) Für den Managed Service ist ein gesicherter Remote-Zugang erforderlich. Der Kanal darf dauerhaft technisch eingerichtet sein; Zugriffe erfolgen nur anlass- und rollenbezogen, MFA-geschützt und protokolliert. Deaktiviert der Kunde den Zugang, ruhen Wartungs-, Reaktions- und Wiederherstellungspflichten, soweit die Leistung dadurch nicht erbracht werden kann. Notwendige Vor-Ort-Leistungen werden gesondert beauftragt.

8 Verfügbarkeit und Service Level Agreement

(1) Ohne gesondertes SLA besteht keine feste prozentuale Verfügbarkeitsgarantie. TANUO betreibt die vereinbarten Dienste nach branchenüblicher fachlicher Sorgfalt.

(2) Starter erhält E-Mail-Support, Team E-Mail und Chat. Growth wird montags bis freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr (Europe/Berlin; Feiertage Sachsen ausgenommen) mit Priorität und Telefon unterstützt. Für Growth gelten als Reaktionsziele P1 vier Supportstunden, P2 acht Supportstunden, P3 zwei Supporttage und P4 drei Supporttage. Reaktionszeiten sind keine Lösungszeiten.

(3) Custom ohne gesondertes SLA nutzt dasselbe Servicefenster. 24/7-Erreichbarkeit wird grundsätzlich nicht angeboten; sie kann ausnahmsweise nur für P1 und nur durch gesondertes SLA vereinbart werden.

(4) Automatische Gutschriften oder Vertragsstrafen bestehen nicht, sofern ein SLA sie nicht ausdrücklich vorsieht. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

9 Pflichten und Obliegenheiten des Kunden

(1) Der Kunde nutzt die Leistungen gesetzes- und vertragsgemäß, schützt Zugangsdaten, hält Ansprechpartner aktuell und stellt Rechtsgrundlagen sowie Rechte an seinen Daten und Inhalten sicher.

(2) Der Kunde darf keine rechtswidrigen Inhalte oder Nutzungen, Schadsoftware oder Angriffe, verbotene Praktiken nach der KI-Verordnung, biometrische Massenüberwachung, unzulässige Emotionserkennung oder autonome Entscheidungen mit Rechtswirkung ohne wirksame menschliche Kontrolle verwirklichen.

(3) Hochrisiko- oder besonders sensible Anwendungen sind nur nach gesonderter Custom-Prüfung und vertraglicher Freigabe zulässig. Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO und Daten nach Art. 10 DSGVO dürfen nur in Growth oder Custom nach Schutzbedarfs-, Rechtsgrundlagen- und gegebenenfalls DSFA-Prüfung verarbeitet werden.

(4) TANUO setzt keine Kundendaten zum Training allgemeiner Modelle ein. Fine-Tuning oder Training von Modellen wird nicht angeboten. Kundenspezifische Anpassungen erfolgen ausschließlich über Konfiguration, Wissensbasen/RAG, Workflows und Integrationen.

(5) Für alle produktiven Tarife wird nach technischer Freigabe eine tägliche, verschlüsselte interne Systemsicherung mit sieben Tagen rollierender Aufbewahrung in einem getrennten EU-Ausfallbereich vorgehalten. Sie dient der Wiederherstellung des Gesamtsystems und begründet keinen Anspruch auf die Wiederherstellung einzelner Kundenstände. Individuelle verschlüsselte Kunden-Backups sind nur als Zusatzoption bei Growth und Custom geschuldet.

(6) Der Kunde stellt TANUO von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung, Lizenzverletzung oder Pflichtverletzung beruhen. TANUO informiert den Kunden und stimmt die Rechtsverteidigung angemessen ab.

10 Sperrung bei Missbrauch und Gefahr (Acceptable Use)

(1) TANUO darf Leistungen vorübergehend sperren, wenn ein begründeter Verdacht auf rechtswidrige oder lizenzwidrige Nutzung, eine erhebliche Sicherheitsgefahr oder ein erheblicher Zahlungsverzug besteht.

(2) Soweit möglich, wird die Sperrung angekündigt und eine Abhilfefrist gesetzt. Bei Gefahr im Verzug ist eine sofortige Sperrung zulässig. Sie wird aufgehoben, sobald der Grund entfällt.

(3) TANUO darf die Installation oder den Betrieb einer Drittkomponente ablehnen, wenn Lizenzbedingungen, Nutzerumfang, Branding oder öffentliche Bereitstellung nicht hinreichend geklärt sind.

11 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Laufende Entgelte werden monatlich im Voraus berechnet und sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum zahlbar.

(2) Kostenpflichtiger Zusatzspeicher oder andere nutzungsabhängige Leistungen werden nur nach ausdrücklicher Kundenbestätigung aktiviert.

(3) TANUO kann wiederkehrende Preise mit sechs Wochen Vorlauf anpassen, soweit sich Rechenzentrum, Energie, Hosting, Netzbetrieb, Hardwarebeschaffung, Miete, Wartung, Ersatzteile, Softwarelizenzen, Modell-APIs, sonstige Drittanbieter, gesetzliche Abgaben, Steuern oder regulatorische Pflichtkosten verändern. Die Änderung darf nur den anteiligen tatsächlichen Einfluss abbilden. Kostensenkungen und gegenläufige Entwicklungen werden im selben Maßstab berücksichtigt.

(4) TANUO erläutert Anlass, Kostenfaktor und Berechnungswirkung. Der Kunde kann den betroffenen Leistungsbestandteil bis zum Wirksamwerden außerordentlich kündigen.

(5) Im Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Aufrechnung ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig; Zurückbehaltungsrechte müssen aus demselben Vertragsverhältnis stammen.

12 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Starter, Team und cloudbasiertes Growth sind mit 14 Tagen Frist zum Monatsende kündbar. Dedizierte Infrastruktur, Miethardware und On-Premises-Managed-Service folgen § 7 Abs. 4. Custom richtet sich im Übrigen nach dem Auftrag.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Kündigungen bedürfen der Textform.

(3) Nach Vertragsende erhält der Kunde 30 Tage Zeit für einen kostenlosen Standardexport seiner Kundendokumente, Wissensdaten und wesentlichen kundenbezogenen Konfigurationen in gängigen maschinenlesbaren Formaten. Nicht umfasst sind Secrets, Sicherheitskonfiguration, Plattformkomponenten, Modellgewichte und interne TANUO-Betriebsdaten.

(4) Nach Ablauf der Exportfrist löscht TANUO die produktiven Kundendaten. Systemsicherungen laufen spätestens nach sieben Tagen, gebuchte Kunden-Backups spätestens nach ihrer 30-tägigen Rotation aus. TANUO stellt jedem beendeten Kunden einen standardisierten Löschbericht bereit. Gesetzlich aufzubewahrende Vertrags- und Abrechnungsdaten bleiben getrennt gespeichert.

13 Mängelrechte

(1) Für Mängel gelten die gesetzlichen Vorschriften des nach § 2 Abs. 4 jeweils anwendbaren Vertragstyps, soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist.

(2) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Beginn der Leistungserbringung vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen. Für solche Mängel haftet der Anbieter nach Maßgabe des § 14. Die Rechte des Kunden auf Mangelbeseitigung und Minderung bleiben unberührt.

(3) Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich nach Bekanntwerden in Textform an und beschreibt sie so genau wie möglich. § 536c BGB bleibt unberührt.

(4) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für Ansprüche wegen Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit, wegen der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, wegen arglistig verschwiegener Mängel, aus einer Garantie sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz; insoweit gelten die gesetzlichen Fristen.

14 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Übernahme einer Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass der vertragstypische, vorhersehbare Schaden im Sinne des Absatzes 2 das im betroffenen Vertragsjahr für die betroffene Leistung vereinbarte Nettoentgelt, mindestens jedoch 25.000 EUR, nicht übersteigt. Dem Kunden bleibt der Nachweis eines höheren vertragstypischen, vorhersehbaren Schadens vorbehalten.

(5) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nach den vorstehenden Absätzen nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (§ 9 Abs. 5) für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Dies gilt nicht, soweit die Datensicherung ausdrücklich als Leistungsbestandteil vereinbart ist.

(6) Für KI-generierte Ausgaben gilt: a) Der Anbieter haftet nicht für Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Rechtmäßigkeit der durch die KI-Modelle generierten Ausgaben; b) der Kunde ist allein verantwortlich für Prüfung und Verwendung der Ausgaben, insbesondere bei geschäftlichen Entscheidungen, rechtlich relevanten Dokumenten oder Veröffentlichungen; c) der Anbieter haftet nicht für inhaltlich falsche oder erfundene Angaben („Halluzinationen“), Verzerrungen (Bias) oder diskriminierende Ausgaben der Modelle; d) der Kunde stellt den Anbieter nach Maßgabe des § 9 Abs. 6 von Ansprüchen Dritter frei, die aus der Verwendung KI-generierter Inhalte durch den Kunden entstehen.

(7) Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

15 Datenschutz und Vertraulichkeit

(1) Informationen zu TANUOs eigenen Verarbeitungen enthält die Datenschutzerklärung. Verarbeitet TANUO personenbezogene Daten im Auftrag, gilt der elektronisch mit jeder Bestellung geschlossene AVV einschließlich TOM und Unterauftragnehmeranlage.

(2) In der Voreinstellung werden keine externen Modell-APIs genutzt. Bei BYOK schließt der Kunde den Vertrag mit dem externen Anbieter und weist TANUO dokumentiert an, Anfragen dorthin zu routen. Der Kunde prüft Anbieterbedingungen, Datenregion und Drittlandtransfers.

(3) Prompt- und Antwortinhalte werden standardmäßig nicht protokolliert. Security-, Zugriffs-, Session- und Loginprotokolle werden regelmäßig 90 Tage, reine Nutzungs- und Abrechnungsmetadaten zwölf Monate gespeichert. Inhaltsbezogenes Diagnose-Logging ist nur nach ausdrücklicher Kundenfreigabe und höchstens sieben Tage zulässig.

(4) Sicherheits- und Datenschutzvorfälle werden betroffenen Kunden unverzüglich mit einem internen Ziel von 24 Stunden nach Bestätigung erstmals mitgeteilt. Beide Parteien wahren Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse auch nach Vertragsende.

16 KI-Verordnung (EU AI Act)

(1) Der Kunde wählt und installiert seine konkrete KI-Anwendung und bietet sie grundsätzlich unter eigenem Namen an. Er ist für Einsatzzweck, Endnutzerkommunikation, menschliche Aufsicht und seine Rolle als Betreiber oder gegebenenfalls Anbieter verantwortlich. TANUO bleibt technischer Plattform- und Managed-Service-Anbieter; die Rollen sind je Auftrag zu prüfen.

(2) Jede Instanz erhält ein Basis-Paket aus Rollenklärung, Risikoscreening und Transparenzbaustein. Weitergehende DSFA-, Hochrisiko- und Governance-Unterlagen sind individuell vergütete Beratungs- oder Custom-Leistungen und keine Rechtsberatung.

(3) Chatoberflächen müssen dauerhaft und beim ersten Start auf die Interaktion mit KI hinweisen. White-Label-Kunden dürfen den Hinweis nur ändern oder entfernen, wenn eine mindestens gleichwertige Kennzeichnung erhalten bleibt.

(4) TANUO stellt ein maschinenlesbares Kennzeichen in strukturierten API-Antworten und den Metadaten exportierter Dateien bereit, sobald die technische Freigabe dokumentiert ist. Der Kunde muss Kennzeichen bei Weiterverarbeitung erhalten und erfüllt eigene Transparenzpflichten.

(5) Hochrisiko- und sensible Anwendungen sind nur nach gesonderter Custom-Prüfung zulässig. Die in § 9 Abs. 2 genannten Nutzungen bleiben stets ausgeschlossen.

  • 17 Lizenzen und geistiges Eigentum

(1) Der Stack kann Open-Source- und source-available Komponenten sowie Open-Weight-Modelle enthalten. Der Kunde wählt Anwendungen und Modelle selbst, akzeptiert die konkrete Lizenz und löst die Installation aus. Eine Lizenzübersicht steht in jeder Instanz und zusätzlich als zweisprachiges Download-Dokument bereit und wird bei jedem Release aktualisiert.

(2) Der Kunde trägt die Verantwortung und das wirtschaftliche Risiko für seinen Einsatzzweck, Nutzerkreis, Branding, öffentliche Bereitstellung, Modifikationen und kundenseitige Integrationen. Er trägt erforderliche kommerzielle Zusatzlizenzen. TANUO übernimmt keine Garantie, dass eine gewünschte kostenlose Lizenz den konkreten Kundenfall deckt.

(3) TANUO bleibt für gesetzlich nicht abdingbare eigene Handlungen verantwortlich und darf Bereitstellung oder Update bis zur Lizenzklärung verweigern. Bei Open WebUI über 50 Endnutzern bleibt insbesondere das Upstream-Branding erhalten, sofern der Kunde nicht auf eigene Kosten eine entsprechende Enterprise-Erlaubnis beschafft oder eine zulässige Alternative wählt.

(4) An TANUO-eigenen Automatisierungen, Deployment-Werkzeugen und Dokumentationen verbleiben die Rechte bei TANUO. An Kundendaten verbleiben die Rechte beim Kunden. TANUO erhält nur die für den Vertrag erforderlichen Nutzungsrechte. Fine-Tuning-Artefakte entstehen nicht.

(5) Der Kunde prüft KI-Ausgaben vor Verwendung. TANUO beansprucht keine Rechte an den Ausgaben und garantiert weder Schutzfähigkeit noch Rechtefreiheit.

18 Änderungen dieser AGB

(1) Künftige Verträge verwenden die bei Vertragsschluss aktuelle Fassung.

(2) Erforderliche Änderungen wegen Recht, Sicherheit, Technik oder Leistungsorganisation werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Bei wesentlichen Nachteilen kann der Kunde widersprechen oder zum Änderungszeitpunkt kündigen. Preisänderungen richten sich nach § 11.

(3) Rein redaktionelle Änderungen sowie zwingende Sicherheits- oder Gesetzesanpassungen ohne wesentlichen Nachteil können mit kürzerem Vorlauf erfolgen. Schweigen gilt nur dann als Zustimmung, wenn dies gesetzlich zulässig ist und der Kunde ausdrücklich auf Bedeutung und Widerspruchsrecht hingewiesen wurde.

19 Höhere Gewalt

(1) Ereignisse höherer Gewalt, die die Leistungserbringung wesentlich erschweren oder unmöglich machen, befreien die betroffene Partei für die Dauer der Störung von ihren Leistungspflichten. Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Epidemien und Pandemien, kriegerische Auseinandersetzungen, Terroranschläge, großflächige Ausfälle der Strom- oder Telekommunikationsversorgung, nicht vom Anbieter zu vertretende Cyberangriffe sowie hoheitliche Anordnungen.

(2) Die betroffene Partei unterrichtet die andere Partei unverzüglich über Eintritt und voraussichtliche Dauer. Dauert die Störung länger als sechs Wochen an, kann jede Partei den betroffenen Leistungsbestandteil außerordentlich kündigen.

20 Schlussbestimmungen

(1) Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses. Der Vorrang von Individualabreden nach § 305b BGB bleibt unberührt.

(2) Der Kunde kann Rechte aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen; die Zustimmung darf nicht ohne sachlichen Grund verweigert werden. § 354a HGB bleibt unberührt.

(3) Der Anbieter darf den Kunden nach vorheriger Zustimmung in Textform als Referenzkunden benennen und dessen Firmenlogo hierfür verwenden. Die Zustimmung kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden.

(4) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen.

(5) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag Dresden.

(6) Diese AGB werden in deutscher und in englischer Sprache bereitgestellt. Vertragssprache ist Deutsch. Bei Abweichungen zwischen den Sprachfassungen oder bei Auslegungsfragen ist ausschließlich die deutsche Fassung maßgeblich.

Anlagen: Auftragsverarbeitungsvertrag (inkl. technischer und organisatorischer Maßnahmen und Unterauftragnehmer-Liste), Lizenzübersicht je Baustein, Leistungsbeschreibung/Paketübersicht sowie gegebenenfalls Service Level Agreement.

 

English Version

General Terms and Conditions (GTC)

TANUO.AI GmbH · Franziska-Tiburtius-Strasse 1 · 01326 Dresden, Germany

Dresden Local Court, HRB 46634 · Managing Directors: Ludwig Gawer, Robert Klikics

Version 2.0 – as of August 2026 – publication subject to documented approval

Note on language: This is a translation provided for convenience only. The contract language is German. In the event of any discrepancy between the language versions, or in any question of interpretation, the German version alone is authoritative (Section 20 (6)).

Section 1 Scope and Contracting Parties

(1) These General Terms and Conditions (hereinafter “GTC”) apply to all contracts between TANUO.AI GmbH (hereinafter “Provider” or “tanuo.ai”) and its customers concerning the setup and managed operation of AI software stacks and related services (hereinafter “Services”).

(2) These GTC apply exclusively to entrepreneurs within the meaning of Section 14 of the German Civil Code (BGB), to legal persons under public law and to special funds under public law. No contracts are concluded with consumers within the meaning of Section 13 BGB.

(3) Deviating, conflicting or supplementary general terms and conditions of the Customer do not become part of the contract, even if the Provider does not separately object to them or renders the Services without reservation while aware of such terms. This applies unless the Provider expressly consents to their application in text form.

(4) These GTC also apply, in the version valid at the time of conclusion of the contract, to future contracts of the same kind with the same Customer, without the Provider having to refer to them again.

Section 2 Subject Matter, Allocation of Roles and Classification of the Contract

(1) The subject matter is the provision and managed operation of dedicated customer infrastructure for AI applications and the related technical operation. The stack may contain open-source and source-available applications and open-weight models. The individual order and service description are controlling.

(2) The Customer selects applications and models, accepts the applicable upstream terms and initiates their installation through the Platform. The Customer is the licensee and is responsible for the use case, users, content, branding and customer-side integrations. TANUO provides infrastructure, deployment mechanisms, security updates, monitoring and managed technical operation. TANUO does not sell or license the third-party components.

(3) TANUO’s own non-excludable statutory obligations remain unaffected. TANUO may refuse installation or continued operation if the use is not demonstrably covered by the applicable licence and may require a commercial licence or an alternative component. Additional licence costs caused by the Customer’s use case, user count or white-labelling are borne by the Customer.

(4) Remuneration is paid for infrastructure, computing, automation, operation, maintenance, support, consulting and agreed work results, not for third-party software or models as such.

(5) The agreement is a mixed contract. Lease law applies to temporary infrastructure use, service law to operation, support, consulting and training, and works law to distinct setup results.

(6) TANUO does not owe a specific AI output, the factual accuracy of generated content or a particular learning result.

Section 3 Conclusion of Contract and Individual Engagement

(1) The presentation of the Services on the website www.tanuo.ai and in other documents is non-binding and does not constitute an offer, but an invitation to submit an offer.

(2) Individual order. Contracts are concluded by individual order. Upon the Customer’s enquiry, the Provider submits an offer in text form specifying the Services, the remuneration and the term. The Provider is bound by its offer for 14 days from receipt, unless the offer states a different period. The contract is concluded upon the Customer’s timely acceptance of the offer in text form. The contract may also be concluded by written individual agreement.

(3) Contracts are currently not concluded through an automated online checkout or an immediately executable payment link. The website, consultation appointment, enquiry form and package selection serve solely to initiate contract negotiations.

(4) An enquiry or package selection by the Customer is non-binding. Only the individual offer and its timely acceptance, or an individual agreement entered into by both parties, are binding.

(5) No later than upon accepting the offer, the Customer confirms that it acts as an entrepreneur within the meaning of Section 14 BGB, a legal person under public law or a special fund under public law. It provides its company name, registered office and, where available, registration number and VAT identification number. The Provider may verify the information and reject enquiries for objective reasons.

(6) The following form part of the contract, to the extent agreed or booked: the individual agreement or the order confirmation, the service description of the package, any Service Level Agreement (SLA), the data processing agreement pursuant to Section 15 (2) together with its annexes, the licence overview pursuant to Section 17 (1) and these GTC. In the event of conflict, this order of precedence applies in the sequence stated; in matters concerning the processing of personal data, the data processing agreement takes precedence. Section 305b BGB remains unaffected.

(7) The data processing agreement pursuant to Section 15 (2) forms part of every contract and is concluded before the first processing of personal data on behalf of the Customer.

(8) The Provider makes these GTC and the incorporated annexes available to the Customer in a storable and reproducible form no later than upon conclusion of the contract and documents the version incorporated in each case.

Section 4 Scope of Services

(1) Scope follows from the individual order, package description, any SLA, the DPA and these GTC.

(2) Depending on the order, Services include a dedicated customer VM, shared stateless AI inference or optional dedicated inference, encrypted networking, identity/API access, monitoring and package-specific support.

(3) The Customer selects available applications, accepts their licences and initiates installation. TANUO records version and acceptance. TANUO may deploy tested security updates automatically. Non-urgent feature updates require Customer approval. Material changes to licence, branding or use restrictions require renewed recorded acceptance.

(4) Cloud operation uses infrastructure partners in Germany. Certification statements apply only to the named operator and scope; TANUO itself is not presented as ISO- or GreenIT-certified.

(5) Sub-processors may be used under the DPA. Roadmap features are not owed unless expressly agreed.

(6) Planned maintenance normally takes place Monday to Friday, 18:00–22:00 (Europe/Berlin), with at least three working days’ notice. Urgent security measures may be performed without notice; the Customer is informed without undue delay.

Section 5 Fair Use and Usage Allowances

(1) Package allowances apply to shared inference. One processed document page counts as one page. For content without a fixed page count, each commenced 1,800 characters including spaces counts as one page.

(2) The Customer is notified at 80% and 100%. After the allowance is exceeded, processing continues at reduced priority or speed until the next billing month. No automatic surcharge or suspension results solely from the overage.

(3) User counts are recommended team sizes, not bundled third-party licences. Permitted user counts depend on resources, security and the licences accepted by the Customer.

(4) Additional S3 storage is activated only after express confirmation and charged at EUR 5 net per month for each commenced additional 100 GB unless the order states otherwise.

Section 6 Supplementary Services

(1) In addition to the principal services, the Provider may, by separate agreement, render in particular the following supplementary services: setup and initialisation (hardware and software setup, test runs), consulting and integration services (data ingestion, workflow creation, connection of existing systems), training, and extended technical support.

(2) Supplementary services are remunerated separately on a time and materials basis or at an agreed fixed price, unless expressly agreed otherwise.

(3) The following applies additionally to training: dates are agreed on a binding basis. If the Customer cancels or postpones an agreed date later than five working days before that date, the Provider is entitled to charge 50 per cent of the agreed fee; in the case of cancellation on the day itself, the full fee. The Customer remains entitled to demonstrate that the Provider incurred no expense or a lesser expense. Training materials may be used internally by the participants only and must not be passed on to third parties.

Section 7 Operating Models, Dedicated Infrastructure and Customer-Owned Hardware

(1) Starter, Team and Growth run on a dedicated customer VM; only AI inference may be shared. Dedicated inference is optional for Growth. Custom may be agreed as dedicated cloud, hybrid or on-premises.

(2) The order identifies where each component is operated. “On-premises” means fully local content processing only where all content-bearing components are local.

(3) Customer procurement and ownership are the standard on-premises model. TANUO may coordinate procurement for the Customer or rent hardware under a separate offer. The Customer bears replacement parts, shipping and on-site work for Customer-owned hardware. TANUO bears repair and replacement for TANUO rental hardware except for Customer-caused damage.

(4) Dedicated infrastructure, rental hardware and managed service on Customer-owned on-premises hardware have a 12-month minimum term and renew for 12 months unless terminated with three months’ notice to the end of the term.

(5) The Customer provides the site, rack, power, cooling, physical security, network and approvals. Setup and commissioning are agreed in the offer.

(6) A secure remote channel is required for managed service. It may remain technically available, but access is event-based, role-restricted, MFA-protected and logged. If the Customer disables access, affected maintenance and response obligations are suspended. On-site work requires a separate order.

Section 8 Availability and Service Level Agreement

(1) Without a separate SLA, no fixed percentage availability is guaranteed. TANUO operates the Services with customary professional care.

(2) Starter includes email support, Team email and chat. Growth support is available Monday to Friday, 09:00–17:00 (Europe/Berlin; Saxony public holidays excluded), with priority and telephone. Response targets are P1 four support hours, P2 eight support hours, P3 two support days and P4 three support days. They are not resolution times.

(3) Custom without a separate SLA uses the same window. TANUO does not generally provide 24/7 support; an exception may be agreed only for P1 under a separate SLA.

(4) No automatic credits or penalties apply unless expressly agreed. Statutory rights remain unaffected.

Section 9 Duties and Obligations of the Customer

(1) The Customer uses the Services lawfully, protects credentials, maintains contacts and ensures legal bases and rights for all data and content.

(2) The Customer may not use the Services for unlawful content or activity, malware or attacks, prohibited practices under the EU AI Act, biometric mass surveillance, unlawful emotion recognition or autonomous decisions with legal effect without effective human oversight.

(3) High-risk or particularly sensitive use requires a separate Custom review and contract. Article 9 GDPR special-category data and Article 10 data may be processed only in Growth or Custom following protection-needs, legal-basis and, where required, DPIA review.

(4) Customer data are not used to train general models. TANUO does not offer fine-tuning or model training. Customer adaptation is limited to configuration, knowledge bases/RAG, workflows and integrations.

(5) Following technical release, all production plans use daily encrypted internal system backups with a rolling seven-day retention in a separate EU failure domain. They serve system recovery only and do not create a right to restore an individual customer state. Individual encrypted customer backups are optional only for Growth and Custom.

(6) The Customer indemnifies TANUO against third-party claims resulting from Customer-attributable unlawful use, licence infringement or breach, subject to prompt notice and reasonable coordination of defence.

Section 10 Suspension in Cases of Misuse and Risk (Acceptable Use)

(1) TANUO may temporarily suspend Services where there is a reasonable suspicion of unlawful or unlicensed use, a material security risk or substantial payment default.

(2) Where possible, notice and a remediation period are given. Immediate suspension is permitted in urgent cases and lifted once the reason ceases.

(3) TANUO may refuse installation or operation of a third-party component until licence terms, user count, branding or public access have been clarified.

Section 11 Prices and Payment Terms

(1) Prices are net plus VAT. Recurring fees are invoiced monthly in advance and payable within 14 days of invoice.

(2) Chargeable storage or usage services are activated only after express Customer confirmation.

(3) TANUO may adjust recurring prices with six weeks’ notice where data-centre, energy, hosting, network, hardware procurement, rent, maintenance, replacement parts, software licences, model APIs, other third parties, statutory levies, taxes or regulatory compliance costs change. Only the proportional actual effect may be passed on; cost reductions and countervailing developments are considered on the same basis.

(4) TANUO explains the reason, cost factor and effect. The Customer may terminate the affected service with effect from the adjustment date.

(5) Statutory default interest applies. Set-off is permitted only with undisputed or finally adjudicated claims; retention rights must arise from the same contractual relationship.

Section 12 Term and Termination

(1) Starter, Team and cloud-based Growth may be terminated with 14 days’ notice to month-end. Dedicated infrastructure, rental hardware and on-premises managed service follow Section 7(4). Other Custom terms follow the order.

(2) Extraordinary termination remains available. Notice must be in text form.

(3) After termination, the Customer has 30 days for a free standard export of customer documents, knowledge data and material customer-specific configurations in commonly used machine-readable formats. Secrets, security configuration, platform components, model weights and internal TANUO operational data are excluded.

(4) Production data are deleted after the export period. Internal system backups expire after seven days and ordered customer backups after their 30-day rotation. TANUO provides a standard deletion report. Statutory contract and billing records remain separately retained.

Section 13 Rights in Respect of Defects

(1) The statutory provisions of the type of contract applicable in each case pursuant to Section 2 (4) apply to defects, unless otherwise provided below.

(2) The Provider’s strict liability for defects already present at the commencement of the Services (Section 536a (1) alternative 1 BGB) is excluded. The Provider is liable for such defects in accordance with Section 14. The Customer’s rights to remedy of defects and to reduction of the fee remain unaffected.

(3) The Customer notifies defects in text form without delay after becoming aware of them and describes them as precisely as possible. Section 536c BGB remains unaffected.

(4) The limitation period for claims in respect of defects is one year from the statutory commencement of the limitation period. This does not apply to claims based on intent or gross negligence, on injury to life, body or health, on fraudulently concealed defects, on a guarantee, or to claims under the Product Liability Act; in those cases the statutory periods apply.

Section 14 Liability

(1) The Provider is liable without limitation for intent and gross negligence, for damage arising from injury to life, body or health, where a guarantee has been assumed, and under the Product Liability Act.

(2) In the event of slightly negligent breach of material contractual obligations, liability is limited to the foreseeable damage typical of this type of contract at the time the contract was concluded. Material contractual obligations are those obligations whose fulfilment makes the proper performance of the contract possible in the first place and on whose observance the Customer may regularly rely.

(3) In all other respects, liability for slight negligence is excluded.

(4) The parties mutually assume that the foreseeable damage typical of this type of contract within the meaning of paragraph 2 does not exceed the net fee agreed for the affected Services in the affected contract year, but in any event not less than EUR 25,000. The Customer remains entitled to demonstrate higher foreseeable damage typical of this type of contract.

(5) For the loss of data, the Provider is liable under the preceding paragraphs only up to the expense that would have been required for restoration had the Customer carried out proper and regular data backups (Section 9 (5)). This does not apply where data backup is expressly agreed as part of the Services.

(6) The following applies to AI-generated outputs: a) the Provider is not liable for the accuracy, completeness, currency or lawfulness of outputs generated by the AI models; b) the Customer is solely responsible for reviewing and using the outputs, in particular in the case of business decisions, legally relevant documents or publications; c) the Provider is not liable for factually incorrect or fabricated statements (“hallucinations”), for bias or for discriminatory outputs of the models; d) the Customer indemnifies the Provider in accordance with Section 9 (6) against third-party claims arising from the Customer’s use of AI-generated content.

(7) The above provisions on liability also apply for the benefit of the Provider’s legal representatives, employees and agents.

Section 15 Data Protection and Confidentiality

(1) TANUO’s controller processing is described in the Privacy Notice. Processing on the Customer’s behalf is governed by the DPA concluded electronically with every order, including TOMs and the sub-processor schedule.

(2) External model APIs are disabled by default. Under BYOK, the Customer contracts with the external provider and instructs TANUO to route requests. The Customer reviews provider terms, data region and international transfers.

(3) Prompts and responses are not logged by default. Security, access, session and login logs are normally retained for 90 days; usage and billing metadata for 12 months. Content debugging requires express Customer approval and is limited to seven days.

(4) Confirmed relevant security or data incidents are notified without undue delay, with an internal target of an initial notification within 24 hours. Both parties maintain confidentiality after termination.

Section 16 AI Regulation (EU AI Act)

(1) The Customer selects and installs its AI application and normally presents it under its own name. The Customer is responsible for intended purpose, end-user communication, human oversight and its role as deployer or provider. TANUO remains the technical platform and managed-service provider; roles must be assessed per order.

(2) Each instance receives a basic role clarification, risk screening and transparency text. Further DPIA, high-risk and governance documentation is a separately paid consulting or Custom service and not legal advice.

(3) Chat interfaces must permanently disclose AI interaction and provide an additional first-use notice. White-label customers may change or remove the notice only if equivalent disclosure remains.

(4) Once technically released, TANUO provides a machine-readable indicator in structured API responses and exported-file metadata. The Customer must preserve indicators and comply with its own transparency duties.

(5) High-risk and sensitive use requires separate Custom review. The prohibited uses in Section 9(2) remain excluded.

Section 17 Licences and Intellectual Property

(1) The stack may include open-source and source-available components and open-weight models. The Customer selects them, accepts the licence and initiates installation. A bilingual licence inventory is available in each instance and as a download and is updated with every release.

(2) The Customer bears responsibility and economic risk for its use case, users, branding, public access, modifications and integrations and bears required commercial licences. TANUO does not guarantee that a free licence covers a requested use.

(3) TANUO remains responsible for non-excludable own acts and may withhold installation or update pending licence clarification. For Open WebUI with more than 50 end users, upstream branding remains unless the Customer procures the necessary enterprise permission or chooses an alternative.

(4) TANUO retains rights in its automation, deployment tools and documentation. The Customer retains rights in Customer data. No fine-tuning artefacts are created.

(5) The Customer reviews AI outputs before use. TANUO claims no rights in outputs and does not warrant protectability or freedom from third-party rights.

Section 18 Amendments to these GTC

(1) Future contracts use the version current at conclusion.

(2) Required changes due to law, security, technology or service organisation are announced in text form at least six weeks in advance. In the event of a material disadvantage, the Customer may object or terminate as of the change date. Price changes follow Section 11.

(3) Editorial corrections and mandatory security or legal changes without material disadvantage may use shorter notice. Silence is treated as consent only where legally permissible and after a clear notice of meaning and objection rights.

Section 19 Force Majeure

(1) Events of force majeure which materially impede or render impossible the rendering of the Services release the affected party from its performance obligations for the duration of the disruption. Force majeure includes in particular natural disasters, epidemics and pandemics, acts of war, terrorist attacks, large-scale failures of power or telecommunications supply, cyber attacks for which the Provider is not responsible, and official orders.

(2) The affected party informs the other party without delay of the occurrence and expected duration. If the disruption lasts longer than six weeks, either party may terminate the affected part of the Services for cause.

Section 20 Final Provisions

(1) Amendments and supplements to the contract require text form. This also applies to the waiver of this text form requirement. The precedence of individual agreements pursuant to Section 305b BGB remains unaffected.

(2) The Customer may transfer rights under this contract to third parties only with the Provider’s prior consent; consent must not be withheld without objective reason. Section 354a of the German Commercial Code (HGB) remains unaffected.

(3) With the Customer’s prior consent in text form, the Provider may name the Customer as a reference customer and use the Customer’s company logo for that purpose. Consent may be withdrawn at any time with effect for the future.

(4) The law of the Federal Republic of Germany applies, excluding the United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods, unless mandatory statutory provisions provide otherwise.

(5) If the Customer is a merchant, a legal person under public law or a special fund under public law, the exclusive place of jurisdiction for all disputes arising from and in connection with this contract is Dresden, Germany.

(6) These GTC are provided in German and in English. The contract language is German. In the event of discrepancies between the language versions, or in any question of interpretation, the German version alone is authoritative.

Annexes: data processing agreement (including technical and organisational measures and list of sub-processors), licence overview per module, service description / package overview and, where applicable, Service Level Agreement.