TANUO.AI GmbH, Franziska-Tiburtius-Straße 1, 01326 Dresden
Amtsgericht Dresden, HRB 46634
Fassung 4.1 · Stand: 08.09.2026
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der TANUO.AI GmbH (nachfolgend „Anbieter“ oder „tanuo.ai“) und ihren Kunden über die Einrichtung und den verwalteten Betrieb von KI-Software-Stacks sowie über damit verbundene Leistungen (nachfolgend „Leistungen“).
(2) Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB werden keine Verträge geschlossen.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht gesondert widerspricht oder in Kenntnis solcher Bedingungen die Leistung vorbehaltlos erbringt. Etwas anderes gilt nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.
(4) Diese AGB gelten in ihrer bei Vertragsschluss jeweils gültigen Fassung auch für künftige gleichartige Verträge mit demselben Kunden, ohne dass der Anbieter erneut auf sie hinweisen muss.
(1) Gegenstand sind Einrichtung, Integration und verwalteter Betrieb der TANUO-Plattform einschließlich TANUO Seat, TANUO LAB Seat und TANUO Compute sowie individuell vereinbarter On-Premises-Leistungen. Der konkrete Umfang ergibt sich aus Einzelvertrag und produktspezifischer Leistungsbeschreibung. TANUO Seat umfasst eine eigene logische Kundenumgebung; LAB umfasst getrennte Teilnehmerbereiche und ausdrücklich freigegebene gemeinsame Bereiche. Die gemeinsame physische Infrastruktur begründet keine Hardwareexklusivität.
(2) Der Anbieter übernimmt den vereinbarten technischen Betrieb. Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit sowie Anbieter- und Betreiberrollen nach der KI-Verordnung werden hiervon getrennt nach tatsächlicher Tätigkeit und Verwendungszweck bestimmt (§§ 15–17). Vergütet werden eigene Plattformbestandteile, Integration, Administration, Infrastruktur, Monitoring, Support und vereinbarte Rechenleistung. Rechte und Pflichten aus Lizenzen fremder Komponenten bleiben unberührt.
(3) Der Vertrag umfasst unterschiedliche Teilleistungen. Für jede Teilleistung gelten die ihrem tatsächlichen Inhalt entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Eine ausdrücklich vereinbarte zeitweise Gebrauchsüberlassung bestimmter Hardware wird nach Mietrecht beurteilt; Betriebs-, Support- und Beratungsleistungen sowie abgrenzbare Einrichtungs- oder Integrationsleistungen nach den jeweils anwendbaren dienst- oder werkvertraglichen Regeln. TANUO Compute schuldet die vereinbarte verwaltete Inferenzleistung und Kapazität, ohne eine bestimmte Hardware zu überlassen. Die rechtliche Einordnung software- oder kapazitätsbezogener Teilleistungen richtet sich nach deren tatsächlicher Ausgestaltung; eine Anwendung mietrechtlicher Vorschriften wird weder pauschal vereinbart noch allein wegen geteilter Hardware ausgeschlossen.
(4) Technische Beratung und Integration zur KI-Nutzung und zur TANUO-Plattform können zusätzlich beauftragt werden. Fachliche KI-Schulungen und rechtliche Schulungs- oder Beratungsleistungen erfolgen durch im Angebot benannte externe Partner; TANUO erbringt keine eigene Rechtsberatung. Vertragspartner, Leistungsumfang und Vergütung der Partnerleistung werden vor Beauftragung ausdrücklich ausgewiesen.
(5) Begriffe wie Miete oder mietbar beschreiben die zeitlich begrenzte Bereitstellung vereinbarter Infrastruktur-, Rechen- und Betriebsleistungen. Die Lizenzbedingungen fremder Software und Modelle richten sich nach § 17. Daraus folgt keine Übertragung von Marken- oder Urheberrechten an fremden Produkten.
(6) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung und den Betrieb der technischen Infrastruktur sowie den Zugang zu den KI-Modellen, nicht jedoch bestimmte Ergebnisse oder Ausgaben, die durch die Nutzung der KI-Modelle durch den Kunden erzeugt werden.
(7) Die Plattform enthält die vereinbarten von TANUO bereitgestellten KI-Funktionen. Zusätzlich kann der Kunde freigegebene eigene Software, Systeme oder Modellzugänge einbinden. Verantwortungs- und Lizenzgrenzen werden je Komponente dokumentiert. Bei ausschließlich nicht KI-bezogenen Funktionen entsteht nicht allein durch den Plattformzugang eine Betreiberrolle für ein KI-System.
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website www.tanuo.ai und in sonstigen Unterlagen ist unverbindlich und stellt kein Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Einzelbeauftragung. Verträge kommen durch Einzelbeauftragung zustande. Der Anbieter unterbreitet dem Kunden auf dessen Anfrage ein Angebot in Textform, das die Leistungen, die Vergütung und die Laufzeit bezeichnet. Der Anbieter ist an sein Angebot 14 Tage ab Zugang gebunden, sofern im Angebot keine abweichende Bindungsfrist genannt ist. Der Vertrag kommt mit fristgerechter Annahme des Angebots durch den Kunden in Textform zustande. Der Vertragsschluss kann auch durch schriftlichen Einzelvertrag erfolgen.
(3) Online-Buchung. Der Anbieter kann Leistungen zusätzlich über einen Bestellvorgang auf der Website unmittelbar buchbar anbieten, insbesondere die automatisierte Selbstbedienungs-Buchung von Seats im Rahmen des hierfür vorgesehenen Kontingents (§ 11 Abs. 2). Ob und für welche Leistungen dies möglich ist, weist der Anbieter auf der Website aus.
(4) Mit Absenden einer Online-Bestellung gibt der Kunde ein bindendes Angebot ab. Bei einem ausdrücklich vorgesehenen automatisierten Bestellvorgang mit sofortiger Zahlung nimmt der Anbieter durch erfolgreiche Bereitstellung an. In allen übrigen Fällen kann der Anbieter binnen 14 Tagen durch Auftragsbestätigung in Textform oder Bereitstellung annehmen. Die elektronische Eingangsbestätigung ist nur dann Annahme, wenn sie so bezeichnet ist. Der AVV muss vor der ersten Auftragsverarbeitung abgeschlossen sein. LAB und Compute werden ausschließlich individuell angeboten.
(5) Bestätigung der Unternehmereigenschaft. Vor Abgabe der Bestellung bestätigt der Kunde ausdrücklich, dass er als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, als juristische Person des öffentlichen Rechts oder als öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt. Er gibt seine Firma, seinen Sitz sowie – soweit vorhanden – Registernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer an. Ohne diese Bestätigung und Angaben kommt kein Vertrag zustande. Der Anbieter ist berechtigt, die Angaben zu überprüfen und Bestellungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(6) Für Datenschutzfragen gehen der AVV und seine produktspezifischen Datenschutzanlagen entgegenstehenden Regelungen anderer Vertragsunterlagen vor. Im Übrigen gilt bei Widersprüchen: Einzelvertrag/Auftragsbestätigung, produktspezifisches SLA oder Betriebsvereinbarung, Leistungsbeschreibung, AGB. Individualabreden nach § 305b BGB bleiben vorrangig. Die Lizenzübersicht ergänzt die Vertragsunterlagen. Der Kundenhinweis nach § 16 Abs. 5 erläutert die Rollen und Pflichten; er ändert diese Rangfolge und die vereinbarten Leistungen nicht.
(7) Der AVV einschließlich anwendbarer Anlagen wird vor der ersten Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag abgeschlossen, auch bei automatisierter Bereitstellung. Bei LAB sind zusätzlich Verantwortliche, Weisungsweg und Freigaberechte für gemeinsame Bereiche vor Produktivstart festzulegen.
(8) TANUO macht AGB, einschlägige Leistungsbeschreibung, Preisübersicht und den Kundenhinweis nach § 16 Abs. 5 vor Abgabe der Vertragserklärung zugänglich und stellt die maßgeblichen Fassungen spätestens bei Vertragsschluss in speicher- und wiedergabefähiger Form zur Verfügung. Bei Online-Buchung wird die verwendete Dokumentenfassung mit der Bestellbestätigung bezeichnet. Im Übrigen vereinbaren die Parteien gemäß § 312i Abs. 2 Satz 2 BGB, dass § 312i Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 und Satz 2 BGB keine Anwendung finden.
(1) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus Einzelvertrag/Auftragsbestätigung, der vereinbarten produktspezifischen Leistungsbeschreibung und diesen AGB.
(2) Der Anbieter erbringt im vereinbarten Umfang folgende Hauptleistungen:
a) Provisionierung und verwalteter Betrieb des Kunden-Stacks mit den vereinbarten Bausteinen, insbesondere Chat-Oberfläche, Workflow-Automatisierung, Dokumentenverarbeitung und Wissensbasis;
b) Bereitstellung gemeinsam genutzter KI-Inferenz auf betriebener Infrastruktur, ohne dauerhafte Speicherung von Ein- und Ausgaben im Inferenz-Layer. TANUO Compute ergänzt ausdrücklich vereinbarte Kapazitäts- und Leistungswerte je Auftraggeber; es enthält keine bestimmte oder exklusive Hardware. Für ausdrücklich vereinbarte On-Premises-Leistungen gilt § 7. Maßgeblich sind die vereinbarte Modellübersicht und bei Compute das SLA-Angebotsblatt;
c) Zugangs- und Netzinfrastruktur, insbesondere verschlüsseltes VPN-Overlay, Single Sign-On und API-Zugang;
d) technischen Support gemäß vereinbartem Leistungsumfang bzw. SLA.
(3) Managed-Betrieb und Speicherung erfolgen auf den im AVV freigegebenen Standorten in Deutschland. Bei On-Premises gilt der vereinbarte Kundenstandort. Zertifizierungen einzelner Infrastrukturbetreiber gelten nur im nachgewiesenen Geltungsbereich; hieraus folgt keine eigene Zertifizierung von TANUO.
(4) Der Anbieter darf Komponenten und Modelle aus sachlichen technischen, rechtlichen oder lizenzbezogenen Gründen aktualisieren oder funktional mindestens gleichwertig ersetzen. Vereinbarte Funktionen, Datenschutz- und Leistungswerte bleiben geschuldet. Bei wesentlichen Beeinträchtigungen gilt eine Ankündigungsfrist von mindestens zwei Wochen und ein Sonderkündigungsrecht zum Änderungszeitpunkt. Längere individuelle Fristen, insbesondere die Modellwechselregelung des Compute-Vertrags, gehen vor. Unaufschiebbare Sicherheitsmaßnahmen werden begründet und unverzüglich mitgeteilt.
(5) Der Anbieter ist berechtigt, zur Leistungserbringung Unterauftragnehmer einzusetzen. Seine Verantwortlichkeit gegenüber dem Kunden bleibt hiervon unberührt. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag.
(1) TANUO Seat und LAB Seat enthalten je Seat und Monat 25 Mio. Eingabe-Token und 2 Mio. Ausgabe-Token als getrennte, nicht gegeneinander verrechenbare Kontingente, 25 GB Speicher und zwei gleichzeitige Anfragen. Die Zuweisung auf Nutzer und Module erfolgt innerhalb des berechtigten Kundenbereichs. Nicht verbrauchte Monatskontingente werden nicht übertragen. Die Zuordnung zum konkreten Modell und die Zählweise werden transparent dokumentiert.
(2) Bei vollständigem Verbrauch des jeweiligen monatlichen Eingabe- oder Ausgabe-Token-Kontingents werden weitere Anfragen mit niedrigerer Priorität verarbeitet. Die Verarbeitung wird ab einem Verbrauch von 600 % des jeweiligen Kontingents (Grundkontingent zuzüglich 500 % Überschreitung) bis zur Nachbuchung oder zum Beginn des Folgemonats gesperrt. Eingabe- und Ausgabe-Token sind getrennte Kontingente. Für über TANUO Compute geroutete Anfragen gilt die gesonderte Compute-Regelung. Speicher ist eine harte Grenze: bei Ausschöpfung verbleibt lesender Zugriff; es erfolgt keine automatische Inhaltslöschung. Kostenpflichtige Zusatzkontingente werden nur nach gesonderter Bestellung und Preisvereinbarung bereitgestellt.
(3) Der Anbieter stellt dem Kunden eine Übersicht des Kontingent-Verbrauchs zur Verfügung.
(4) Für Anfragen über die gebuchte TANUO-Compute-Kapazität besteht kein monatliches Token-Mengenkontingent. Maßgeblich sind vereinbarte Parallelität, Referenzmodelle, Kontextgrenzen und Messregeln. Die Speichergrenze des LAB Seat bleibt bestehen.
(1) Zusätzlich beauftragbar sind insbesondere Hardware- und Softwareinstallation, On-Premises-Integration, Testläufe, technische KI- und Plattformberatung, Datenaufnahme, Workflow-Erstellung, Anbindung von Bestandssystemen und erweiterte Unterstützung. Für Partner-Schulungen und rechtliche Partnerleistungen gilt § 2 Abs. 4.
(2) Zusatzleistungen werden nach Aufwand oder zu einem vereinbarten Festpreis gesondert vergütet, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
(1) Hardwareinstallation, Anbindung und Betrieb am Kundenstandort sowie gegebenenfalls Hardwarebeschaffung oder Housing werden nur in einem gesonderten Custom-Angebot mit Eigentum, Standort, Zuständigkeiten und Vergütung vereinbart. Aus Seat, LAB Seat oder Compute folgt keine Überlassung bestimmter oder exklusiver Hardware.
(2) Kundeneigene Hardware bleibt Kundeneigentum. Administrationsrechte von TANUO und Kunde, Zugangswege, Datensicherung, Wartung und Störungszuständigkeiten werden vor Inbetriebnahme festgelegt. Ein Ausschluss des Kundenzugriffs auf Managed-Server gilt nicht pauschal für kundeneigene On-Premises-Systeme.
(3) Eine Hardware- oder Mindestlaufzeit gilt nur, soweit im betreffenden Einzelvertrag ausdrücklich vereinbart. Die monatliche Compute-Bereitstellung begründet keine zwölfmonatige Hardwarebindung.
(4) Nach Vertragsende gibt der Anbieter kundeneigene Hardware innerhalb von 30 Tagen heraus. Der Kunde trägt die Kosten der Abholung oder des Versands. Auf der Hardware gespeicherte Daten werden nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags behandelt.
(1) Der Anbieter strebt eine hohe Verfügbarkeit der Leistungen an. Eine konkrete Verfügbarkeitszusage wird im individuellen SLA festgelegt.
(2) Ohne individuelles SLA ist eine Verfügbarkeit von 99,0 % im Kalenderjahr ein Bemühensziel, keine eigenständige Performancegarantie. Für TANUO Compute gilt ausschließlich die vereinbarte Zusage von 99,0 % je Vertragsjahr ab Leistungsbeginn nach dessen SLA, einschließlich dort geregelter Wartung, Messung und Gutschriften.
(3) Ausnahmen vom Bemühensziel nach Absatz 2 sind begründet dokumentierte Wartung, höhere Gewalt (§ 18), vom Kunden verursachte Störungen und unaufschiebbare Sicherheitsmaßnahmen. Für ein individuelles SLA gelten ausschließlich dessen konkrete Ausnahme- und Begrenzungsregeln. Ein ungeplanter Ausfall ausgewählter Drittanbieterinfrastruktur ist nicht allein wegen seiner Drittanbieterursache ausgenommen.
(4) Bei Unterschreitung einer vereinbarten Verfügbarkeit gelten die Regelungen des individuellen SLA. Ohne abweichende Vereinbarung bestehen keine automatischen Gutschriften oder Vertragsstrafen. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
(5) Der Kunde meldet Störungen unverzüglich nach Bekanntwerden unter Angabe von Zeitpunkt und Art der Störung an den Support des Anbieters.
(1) Der Kunde nutzt die Leistungen nur vertragsgemäß und im Rahmen der geltenden Gesetze.
(2) Der Kunde verpflichtet sich insbesondere: a) die Leistungen nicht für rechtswidrige Zwecke zu verwenden; b) keine Inhalte zu verarbeiten, die gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßen; c) die vereinbarten Nutzungsgrenzen einzuhalten; d) Zugangsdaten sorgfältig zu verwahren und vor unbefugtem Zugriff zu schützen; e) den Anbieter bei Verdacht auf Missbrauch oder bei Sicherheitsvorfällen unverzüglich zu informieren; f) die Lizenzbedingungen der eingesetzten Open-Source- und Open-Weight-Komponenten (§ 17) einzuhalten; g) die Leistungen nicht für eine ausschließlich automatisierte Entscheidungsfindung im Einzelfall einschließlich Profiling mit rechtlicher Wirkung gegenüber betroffenen Personen oder einer sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigenden Wirkung einzusetzen, ohne dass die Voraussetzungen des Art. 22 DSGVO vorliegen, und keine nach Art. 5 KI-VO verbotenen Praktiken umzusetzen.
(3) Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass für die von ihm eingebrachten und verarbeiteten Daten die erforderlichen Rechte, Rechtsgrundlagen und Genehmigungen vorliegen. Dies gilt insbesondere für personenbezogene Daten und urheberrechtlich geschützte Inhalte sowie für Daten und Dokumente, die der Kunde in Wissensdatenbanken einstellt oder von den KI-Modellen verarbeiten lässt. Der Kunde darf nur solche Inhalte hochladen, an denen ihm die hierfür erforderlichen Nutzungs- und Verarbeitungsrechte zustehen.
(4) Der Kunde benennt dem Anbieter einen fachkundigen Ansprechpartner sowie mindestens einen administrativen Nutzer und hält die Kontaktdaten aktuell. Er verwaltet die Nutzerkonten in seinem Stack eigenverantwortlich.
(5) Soweit die Datensicherung nicht ausdrücklich als Leistungsbestandteil vereinbart ist, obliegt sie dem Kunden. Der Kunde sichert seine Daten in einem seiner Datenkritikalität angemessenen Umfang, mindestens jedoch täglich.
(6) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung der Leistungen beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Der Anbieter unterrichtet den Kunden unverzüglich über solche Ansprüche und stimmt sich mit ihm über die Verteidigung ab.
(7) Der Umfang der vom Kunden hochladbaren Daten, insbesondere Speichervolumen und Anzahl bzw. Größe der Dokumente in Wissensdatenbanken, richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsumfang (insbesondere der Anzahl gebuchter Seats) gemäß Einzelvertrag bzw. Leistungsbeschreibung. Für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der vom Kunden eingebrachten Daten, insbesondere in seinen Wissensdatenbanken, ist ausschließlich der Kunde verantwortlich; der Anbieter prüft diese Daten nicht und haftet nicht für Ergebnisse der KI-Modelle, die auf veralteten, unrichtigen oder unvollständigen Kundendaten beruhen. Dem Kunden wird empfohlen, seine Datenbestände regelmäßig zu prüfen, zu aktualisieren und nicht mehr benötigte oder veraltete Inhalte zu entfernen.
(1) Der Anbieter ist berechtigt, den Zugang zu den Leistungen ganz oder teilweise vorübergehend zu sperren, wenn a) ein begründeter Verdacht auf missbräuchliche oder rechtswidrige Nutzung besteht, b) eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit oder Verfügbarkeit der Systeme des Anbieters oder Dritter besteht, oder c) der Kunde mit mehr als zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen in Verzug ist und die Zahlung trotz Mahnung mit angemessener Nachfrist ausbleibt.
(2) Der Anbieter kündigt die Sperrung an und setzt dem Kunden, soweit möglich und zumutbar, eine angemessene Frist zur Abhilfe. Bei Gefahr im Verzug kann die Sperrung ohne vorherige Ankündigung erfolgen; der Anbieter unterrichtet den Kunden unverzüglich.
(3) Die Sperrung wird aufgehoben, sobald der Grund entfallen ist. Für die Dauer einer vom Kunden zu vertretenden Sperrung bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters bestehen.
(1) Es gelten die im Einzelvertrag oder in der Auftragsbestätigung vereinbarten Preise, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) TANUO Seat kostet 49,00 EUR netto je Seat und Monat; Standardumfang 3–50 Seats bei gleichem Leistungsumfang, ab 51 Seats individuelles Custom-Angebot. Es gibt keine Mengenrabatte und keinen Testzugang. Nur bei Vertragsstart vom 1. bis 31. Oktober 2026 gilt ein Einführungsrabatt von 15 % für die ersten drei Vertragsmonate auf Standard-Seats. LAB, Compute, Einrichtung und weitere Zusatzleistungen sind ausgeschlossen. LAB kostet 49,00 EUR netto je Seat und Monat ab einem Seat ohne feste Höchstmenge; Einrichtung 499,00 EUR netto je getrennt eingerichtetem Organisationsbereich/Rechnungskreis. Der Grundbetrieb gemeinsamer Bereiche wird gesondert vereinbart. Compute kostet 1.199,00 EUR netto je Auftraggeber und Kapazitätseinheit pro Monat sowie einmalig 599,00 EUR netto je Compute-Auftraggeber und setzt mindestens einen aktiven LAB Seat voraus. Inklusivkontingente werden nicht nochmals als Tokenverbrauch abgerechnet. Zusatzentgelte erfordern eine gesonderte Preisvereinbarung.
(3) Wiederkehrende Entgelte werden monatlich im Voraus abgerechnet; Einrichtung nach deren Abschluss, bestellte Zusatzkontingente monatlich nachträglich. Zahlungsziel ist 14 Tage ab Rechnungszugang. Eine ausdrücklich vereinbarte sofortige Zahlung im automatisierten Bestellvorgang geht vor.
(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen, insbesondere Verzugszinsen in Höhe von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB).
(5) Der Anbieter kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens sechs Wochen zum Beginn eines Kalendermonats angemessen anpassen, wenn und soweit sich die Kosten der Leistungserbringung erheblich ändern, insbesondere Energie-, Rechenzentrums-, Hardware- oder Personalkosten. Dem Kunden steht im Fall einer Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Anpassung zu.
(1) Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem Einzelvertrag oder der Auftragsbestätigung. Ohne abweichende Regelung gilt eine Mindestlaufzeit von einem Monat mit automatischer Verlängerung um jeweils einen weiteren Monat. Für Leistungen mit dedizierter Hardware gilt § 7 Abs. 3.
(2) Die ordentliche Kündigung ist mit einer Frist von einem Monat zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit möglich, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei: a) wiederholten oder schwerwiegenden Vertragsverletzungen, die trotz Abmahnung nicht abgestellt werden; b) Zahlungsverzug mit mehr als zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen; c) Missbrauch der Leistungen, insbesondere bei Verletzung von § 9.
(4) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).
(5) Nach Beendigung des Vertrages verfährt der Anbieter mit personenbezogenen Daten nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags (Löschung oder Rückgabe nach Wahl des Kunden). Für sonstige Daten stellt der Anbieter einen Export in einem gängigen Format für 30 Tage bereit; danach werden sie gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
(1) Für Mängel gelten die gesetzlichen Vorschriften des nach § 2 Abs. 3 jeweils anwendbaren Vertragstyps, soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist.
(2) Soweit für eine Teilleistung Mietrecht gilt, ist die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Beginn der Leistungserbringung vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ausgeschlossen. Für solche Mängel haftet der Anbieter nach Maßgabe des § 14. Rechte auf Mangelbeseitigung und Minderung bleiben unberührt.
(3) Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich nach Bekanntwerden in Textform an und beschreibt sie so genau wie möglich. § 536c BGB bleibt unberührt.
(4) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für Ansprüche wegen Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit, wegen der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, wegen arglistig verschwiegener Mängel, aus einer Garantie sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz; insoweit gelten die gesetzlichen Fristen.
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Übernahme einer Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Eine zusätzliche starre betragsmäßige Haftungsobergrenze wird in dieser Fassung nicht vereinbart. Die Begrenzung bei leichter Fahrlässigkeit nach Absatz 2 sowie die unbeschränkte Haftung nach Absatz 1 bleiben maßgeblich.
(5) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nach den vorstehenden Absätzen nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (§ 9 Abs. 5) für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Dies gilt nicht, soweit die Datensicherung ausdrücklich als Leistungsbestandteil vereinbart ist.
(6) KI-Ausgaben können fehlerhaft, unvollständig oder verzerrt sein. Der Kunde prüft sie vor fachlich oder rechtlich relevanter Verwendung. Ein bestimmtes fachliches Ergebnis ist nur bei ausdrücklicher Vereinbarung geschuldet. Dies beschränkt weder die Pflichten des Anbieters zur vertragsgemäßen technischen Leistung noch seine Datenschutz- oder KI-VO-Pflichten; für Pflichtverletzungen gilt dieser § 14. Bei vom Kunden beauftragten externen Diensten bleiben die eigenen Pflichten des Anbieters für Integration, sichere Übermittlung und Verarbeitung unberührt. Eine Freistellung setzt eine vom Kunden zu vertretende Pflichtverletzung nach § 9 Abs. 6 voraus.
(7) Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Einzelheiten enthält die Datenschutzerklärung unter www.tanuo.ai/privacy-policy.
(2) Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Kunden erfolgt ausschließlich auf Grundlage des zwischen den Parteien geschlossenen Auftragsverarbeitungsvertrags gemäß Art. 28 DSGVO, der Bestandteil des Vertrages ist und vor Beginn der Leistungserbringung abgeschlossen wird. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie die Liste der Unterauftragnehmer sind Anlagen des Auftragsverarbeitungsvertrags.
(3) Für Managed-Leistungen erfolgen Verarbeitung und Speicherung an den freigegebenen Standorten in Deutschland. Ohne gesonderten Auftrag werden keine externen KI-Modell-APIs verwendet. Inferenzinhalte und KV-Caches werden nur flüchtig verarbeitet; im Kundenbereich gespeicherte Dokumente oder Chatverläufe unterliegen dem vereinbarten Löschkonzept. Kundendaten werden nicht für eigene allgemeine Trainings- oder Forschungszwecke verwendet. Ein kundenspezifisches Fine-Tuning erfordert gesonderten Auftrag, dokumentierte Weisung und passende AVV-Anlage.
(4) Externe Systeme und KI-Anbieter werden nur nach dokumentierter Beauftragung und Festlegung der Datenflüsse angebunden. Die Parteien bestimmen Vertrags-, Datenschutz- und gegebenenfalls Drittlandvoraussetzungen je Dienst. Eigene API-Schlüssel des Kunden ersetzen keine Rollenprüfung und entbinden den Anbieter nicht von seinen Pflichten bei Integration oder Übermittlung.
(5) Sicherheits- und Fehlerprotokolle sind auf erforderliche Metadaten zu begrenzen und werden spätestens nach 90 Tagen gelöscht, soweit eine dokumentierte kürzere Frist oder konkret erforderliche gesetzliche Aufbewahrung gilt. Inhaltsprotokolle sind standardmäßig deaktiviert; eine befristete Diagnose erfordert dokumentierte Zweck- und Zugriffsregelung. Verarbeitungs-, Lösch- und Weisungsnachweise sowie Abrechnungsdaten haben gesonderte zweckbezogene Fristen nach AVV und Löschkonzept. Nach Fristablauf ist zu löschen; Pseudonymisierung ersetzt die Löschung nicht.
(6) Beide Parteien wahren Vertraulichkeit über die Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse der jeweils anderen Partei. Die Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
(1) Für die von TANUO entwickelten oder in dessen Auftrag entwickelten und unter eigener Marke bereitgestellten KI-Funktionen von Seat und LAB Seat ist TANUO regelmäßig Anbieter des jeweiligen KI-Systems nach Art. 3 Nr. 3 KI-VO. Davon zu unterscheiden ist der Anbieter eines unverändert verwendeten GPAI-Modells eines Dritten. Eigene kundenseitige Systeme, wesentliche Änderungen und kundenspezifische Modellanpassungen werden gesondert eingeordnet. Art. 25 KI-VO betrifft besondere Konstellationen bei Hochrisiko-KI-Systemen. Bei TANUO Compute ist die verwaltete Inferenzleistung in die Systembetrachtung einzubeziehen; eine API oder die Nutzung geteilter Hardware schließen die Anbieterrolle nicht aus. Der Kunde ist regelmäßig Betreiber der von ihm in eigener Verantwortung eingesetzten KI-Systeme. Eine Person kann je nach Tätigkeit mehrere Rollen wahrnehmen.
(2) Jede Partei erfüllt ihre eigenen anwendbaren Pflichten, insbesondere KI-Kompetenz, Verbotsprüfung und gegebenenfalls Hochrisikoanforderungen. TANUO erfüllt im Umfang seiner Anbieterrolle die Informations- und Gestaltungspflichten bei direkter KI-Interaktion sowie die anwendbaren Anforderungen an die maschinenlesbare Erkennbarkeit synthetischer Ausgaben nach Art. 50 KI-VO. Der Kunde erfüllt die für seine Verwendung geltenden Betreiberpflichten. Die Offenlegungspflicht für Deepfakes und bestimmte Textveröffentlichungen nach Art. 50 Abs. 4 KI-VO gilt innerhalb ihres gesetzlichen Anwendungsbereichs und unter Berücksichtigung der Ausnahmen; sie erfasst nicht pauschal jeden internen oder extern verwendeten Text. Keine Partei überträgt ihre eigenen gesetzlichen Pflichten auf die andere.
(3) TANUO stellt einschlägige Modell- und Funktionsinformationen bereit oder benennt ihre Fundstellen. Die Bereitstellung fremder Model Cards ersetzt nicht eigene gesetzliche Pflichten. Für gemeinsame LAB-Bereiche werden Datenschutz- und KI-Rollen gesondert dokumentiert; ein Forschungszweck begründet keine automatische Ausnahme.
(4) Der Kunde hält bei der Nutzung alle anwendbaren Bestimmungen der KI-Verordnung ein. Eine Freistellung von Ansprüchen Dritter setzt eine vom Kunden zu vertretende Pflichtverletzung nach § 9 Abs. 6 voraus. Eigene Pflichten und die Haftung von TANUO bleiben unberührt.
(5) Der Kundenhinweis „Hinweise für Kunden zur KI-Verordnung – Rollenverteilung und Pflichten“ erläutert die Rollen und die anwendbaren Transparenzpflichten. TANUO stellt die bei Vertragsschluss maßgebliche Fassung vor Abgabe der Vertragserklärung in speicherbarer Form bereit. Der Hinweis ergänzt die Information des Kunden, ändert jedoch weder Vertragsrangfolge noch gesetzliche Pflichten.
(1) Rechte an fremder Software, Modellen, Bezeichnungen und Funktionen verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Lizenzübersicht weist je Version Nutzung, Hosting, Weitergabe, Branding und erforderliche Zusatzlizenzen aus. TANUO verantwortet die erforderlichen Rechte für selbst bereitgestellten und betriebenen Komponenten; der Kunde verantwortet gesondert von ihm eingebrachte Komponenten innerhalb seiner dokumentierten Zuständigkeit. Bezeichnungen wie n8n oder Open WebUI werden nicht zu eigenen Schutzrechten von TANUO. Die Kennzeichnung als Open Source oder Open Weight ersetzt keine Prüfung der konkreten Lizenz.
(2) An den vom Anbieter selbst erstellten Werkzeugen, insbesondere Provisionierungs- und Automatisierungscode, Konfigurationen und Dokumentation, verbleiben alle Rechte beim Anbieter. Der Kunde erhält hieran ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Vertragslaufzeit.
(3) An den vom Kunden eingebrachten Daten und Inhalten verbleiben alle Rechte beim Kunden. Der Anbieter erhält lediglich die für die Vertragserfüllung notwendigen Nutzungsrechte.
(4) Für KI-generierte Inhalte gilt: a) Nach derzeitiger Rechtslage entstehen an rein KI-generierten Inhalten regelmäßig keine Urheberrechte; b) der Kunde darf die generierten Ausgaben frei verwenden, der Anbieter erhebt hieran keine Rechte; c) der Kunde prüft eigenverantwortlich, ob generierte Inhalte Rechte Dritter verletzen; d) der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass generierte Inhalte frei von Rechten Dritter oder schutzfähig sind.
(1) Ereignisse höherer Gewalt, die die Leistungserbringung wesentlich erschweren oder unmöglich machen, befreien die betroffene Partei für die Dauer der Störung von ihren Leistungspflichten. Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Epidemien und Pandemien, kriegerische Auseinandersetzungen, Terroranschläge, großflächige Ausfälle der Strom- oder Telekommunikationsversorgung, nicht vom Anbieter zu vertretende Cyberangriffe sowie hoheitliche Anordnungen.
(2) Die betroffene Partei unterrichtet die andere Partei unverzüglich über Eintritt und voraussichtliche Dauer. Dauert die Störung länger als sechs Wochen an, kann jede Partei den betroffenen Leistungsbestandteil außerordentlich kündigen.
(1) Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses. Vorrang von Individualabreden nach § 305b BGB bleibt unberührt.
(2) Der Kunde kann Rechte aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen; die Zustimmung darf nicht ohne sachlichen Grund verweigert werden. § 354a HGB bleibt unberührt.
(3) Der Anbieter darf den Kunden nach vorheriger Zustimmung in Textform als Referenzkunden benennen und dessen Firmenlogo hierfür verwenden. Die Zustimmung kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden.
(4) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts es sei denn, dass zwingendes Recht dem entgegensteht.
(5) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag Dresden.
(6) Diese AGB werden in deutscher und in englischer Sprache bereitgestellt. Vertragssprache ist Deutsch. Bei Abweichungen zwischen den Sprachfassungen oder bei Auslegungsfragen ist ausschließlich die deutsche Fassung maßgeblich.
Die datenschutzrechtliche Rolle und die Rolle nach der KI-Verordnung werden getrennt je Verarbeitung und KI-System bestimmt. TANUO ist für weisungsgebundene Kunden- und Projektinhalte grundsätzlich Auftragsverarbeiter. Eigene Zwecke bei Vertrags- und Abrechnungsdaten werden in den Datenschutzhinweisen getrennt beschrieben. Sicherheitsprotokolle werden nach Zweck und Auftrag zugeordnet; sie begründen nicht pauschal eine eigene Verantwortlichkeit.
Für die von TANUO entwickelten oder in dessen Auftrag entwickelten und unter eigener Marke bereitgestellten KI-Funktionen von Seat und LAB Seat ist TANUO regelmäßig Anbieter des jeweiligen KI-Systems nach Art. 3 Nr. 3 KI-VO. Davon zu unterscheiden ist der Anbieter eines unverändert verwendeten GPAI-Modells eines Dritten. Eigene kundenseitige Systeme, wesentliche Änderungen und kundenspezifische Modellanpassungen werden gesondert eingeordnet. Art. 25 KI-VO betrifft besondere Konstellationen bei Hochrisiko-KI-Systemen.
Bei direkt mit Personen interagierenden KI-Systemen sorgt TANUO im Umfang seiner Anbieterpflichten dafür, dass Personen spätestens bei der ersten Interaktion klar über die KI-Interaktion informiert werden, soweit keine gesetzliche Ausnahme greift. Soweit Art. 50 Abs. 2 KI-VO anwendbar ist, setzt TANUO die erforderliche maschinenlesbare Erkennbarkeit synthetischer Ausgaben um. Reine Kennzeichnungsfähigkeit ersetzt diese Umsetzungspflichten nicht.
Der Auftraggeber erfüllt die für seine konkrete Verwendung geltenden Betreiberpflichten, insbesondere bei Deepfakes oder der Veröffentlichung bestimmter Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse nach Art. 50 Abs. 4 KI-VO, unter Beachtung der gesetzlichen Ausnahmen. Daraus folgt keine pauschale Kennzeichnungspflicht für jeden internen Text. TANUO stellt erforderliche Funktions- und Nutzungshinweise bereit; keine Partei kann ihre eigenen gesetzlichen Pflichten auf die andere verlagern.
Vor Verarbeitung besonderer Kategorien nach Art. 9 DSGVO, Daten Minderjähriger oder vor einem möglicherweise hochriskanten Einsatz meldet der Auftraggeber Datenarten und Verwendungszweck. Rechtsgrundlagen, zusätzliche TOMs, gegebenenfalls DSFA und die konkrete KI-VO-Einordnung werden vor Freigabe geprüft. Verbotene KI-Praktiken bleiben ausgeschlossen. Die Bezeichnung LAB oder Forschung begründet keine pauschale Ausnahme von DSGVO oder KI-Verordnung.
Kundeninhalte werden nicht für eigene allgemeine Modelltrainings-, Forschungs- oder Produktentwicklungszwecke von TANUO genutzt. Eine ausdrücklich beauftragte kundenspezifische Anpassung oder ein Fine-Tuning ist nur mit dokumentierter Zweckbestimmung, Weisung, zulässiger Datenbasis und ergänzender AVV-Anlage erlaubt. Eine pauschale Kundeneinwilligung ersetzt weder diese Vereinbarung noch die Rechte betroffener Personen.
TANUO.AI GmbH, Franziska-Tiburtius-Strasse 1, 01326 Dresden, Germany
Dresden Local Court (Amtsgericht Dresden), commercial register HRB 46634
Version 4.1 · As at: 8 September 2026
Note on language: This is a translation provided for convenience only. The contract language is German. In the event of any discrepancy between the language versions, or in any question of interpretation, the German version alone is authoritative (Section 19 (6)).
(1) These General Terms and Conditions (hereinafter “GTC”) apply to all contracts between TANUO.AI GmbH (hereinafter “Provider” or “tanuo.ai”) and its customers concerning the setup and managed operation of AI software stacks and related services (hereinafter “Services”).
(2) These GTC apply exclusively vis-à-vis entrepreneurs within the meaning of Section 14 BGB (German Civil Code), legal persons under public law and special funds under public law. No contracts are concluded with consumers within the meaning of Section 13 BGB.
(3) Deviating, conflicting or supplementary general terms and conditions of the Customer do not become part of the contract, even if the Provider does not object to them separately or renders the Services without reservation in knowledge of such terms. This applies otherwise only if the Provider expressly consents to their application in text form.
(4) These GTC also apply, in the version valid at the time the contract is concluded, to future contracts of the same kind with the same Customer, without the Provider having to refer to them again.
(1) The subject matter is the setup, integration and managed operation of the TANUO platform, including TANUO Seat, TANUO LAB Seat and TANUO Compute, as well as individually agreed on-premises services. The specific scope follows from the individual contract and the product-specific service description. TANUO Seat comprises a dedicated logical customer environment; LAB comprises separate participant areas and expressly released shared areas. The shared physical infrastructure does not establish any hardware exclusivity.
(2) The Provider assumes the agreed technical operation. Data protection responsibility and the provider and deployer roles under the AI Act are determined separately from this, according to actual activity and purpose of use (Sections 15–17). Remuneration covers the Provider’s own platform components, integration, administration, infrastructure, monitoring, support and agreed computing capacity. Rights and obligations arising from licences of third-party components remain unaffected.
(3) The contract comprises different partial services. For each partial service, the statutory provisions corresponding to its actual content apply. An expressly agreed temporary grant of use of specific hardware is assessed under tenancy law (Mietrecht); operating, support and consulting services, as well as separable setup or integration services, are assessed under the applicable rules on service contracts or contracts for work. TANUO Compute owes the agreed managed inference performance and capacity, without granting the use of any specific hardware. The legal classification of software-related or capacity-related partial services depends on their actual design; the application of tenancy law is neither agreed across the board nor excluded solely because of shared hardware.
(4) Technical consulting and integration relating to AI use and to the TANUO platform may be commissioned in addition. Subject-specific AI training and legal training or consulting services are rendered by external partners named in the offer; TANUO does not provide legal advice of its own. The contracting party, scope of services and remuneration for the partner service are expressly disclosed before commissioning.
(5) Terms such as rent or rentable describe the time-limited provision of agreed infrastructure, computing and operating services. The licence terms of third-party software and models are governed by Section 17. This does not entail any transfer of trademark or copyright in third-party products.
(6) The Provider owes the provision and operation of the technical infrastructure and access to the AI models, but not any specific results or outputs generated by the Customer’s use of the AI models.
(7) The platform contains the agreed AI functions provided by TANUO. In addition, the Customer may integrate released software, systems or model access of its own. Responsibility and licence boundaries are documented per component. In the case of functions that are exclusively non-AI-related, platform access alone does not create a deployer role for an AI system.
(1) The presentation of the Services on the website www.tanuo.ai and in other documents is non-binding and does not constitute an offer, but an invitation to submit an offer.
(2) Individual order. Contracts are concluded by individual order. Upon the Customer’s enquiry, the Provider submits an offer in text form specifying the Services, the remuneration and the term. The Provider is bound by its offer for 14 days from receipt, unless a different binding period is stated in the offer. The contract is concluded upon timely acceptance of the offer by the Customer in text form. The contract may also be concluded by written individual contract.
(3) Online booking. The Provider may additionally offer Services for direct booking via an ordering process on the website, in particular the automated self-service booking of Seats within the allowance provided for this purpose (Section 11 (2)). The Provider indicates on the website whether, and for which Services, this is possible.
(4) By submitting an online order, the Customer makes a binding offer. In the case of an expressly provided automated ordering process with immediate payment, the Provider accepts by successful provision. In all other cases, the Provider may accept within 14 days by order confirmation in text form or by provision. The electronic acknowledgement of receipt constitutes acceptance only if it is designated as such. The DPA must be concluded before the first processing on behalf. LAB and Compute are offered exclusively on an individual basis.
(5) Confirmation of entrepreneur status. Before submitting the order, the Customer expressly confirms that it acts as an entrepreneur within the meaning of Section 14 BGB, as a legal person under public law or as a special fund under public law. It states its company name and registered office and – where available – its register number and VAT identification number. Without this confirmation and these details, no contract is concluded. The Provider is entitled to verify the details and to reject orders without stating reasons.
(6) For data protection matters, the DPA and its product-specific data protection annexes take precedence over conflicting provisions in other contract documents. Otherwise, in the event of contradictions, the following order applies: individual contract/order confirmation, product-specific SLA or operating agreement, service description, GTC. Individual agreements pursuant to Section 305b BGB continue to take precedence. The licence overview supplements the contract documents. The customer notice pursuant to Section 16 (5) explains the roles and obligations; it does not change this order of precedence or the agreed Services.
(7) The DPA, including the applicable annexes, is concluded before the first processing of personal data on behalf, including in the case of automated provision. For LAB, the controllers, the instruction channel and the release rights for shared areas must additionally be determined before productive start.
(8) TANUO makes the GTC, the relevant service description, the price overview and the customer notice pursuant to Section 16 (5) accessible before submission of the contractual declaration, and provides the authoritative versions in a form capable of storage and reproduction no later than upon conclusion of the contract. In the case of online booking, the document version used is identified in the order confirmation. In all other respects, the parties agree pursuant to Section 312i (2) sentence 2 BGB that Section 312i (1) sentence 1 nos. 1 to 3 and sentence 2 BGB do not apply.
(1) The specific scope of services follows from the individual contract/order confirmation, the agreed product-specific service description and these GTC.
(2) The Provider renders the following main services within the agreed scope:
a) provisioning and managed operation of the customer stack with the agreed building blocks, in particular chat interface, workflow automation, document processing and knowledge base;
b) provision of shared AI inference on operated infrastructure, without permanent storage of inputs and outputs in the inference layer. TANUO Compute supplements expressly agreed capacity and performance values per customer; it does not include any specific or exclusive hardware. Section 7 applies to expressly agreed on-premises services. The agreed model overview and, for Compute, the SLA offer sheet are authoritative;
c) access and network infrastructure, in particular encrypted VPN overlay, single sign-on and API access;
d) technical support in accordance with the agreed scope of services or SLA.
(3) Managed operation and storage take place at the locations in Germany released in the DPA. For on-premises, the agreed customer site applies. Certifications of individual infrastructure operators apply only within their evidenced scope; this does not result in any certification of TANUO itself.
(4) The Provider may update components and models for objective technical, legal or licence-related reasons, or replace them with at least functionally equivalent components and models. Agreed functions, data protection values and performance values remain owed. In the event of material impairments, a notice period of at least two weeks and a special right of termination effective as of the date of the change apply. Longer individual periods, in particular the model change provision of the Compute contract, take precedence. Security measures that cannot be postponed are substantiated and notified without delay.
(5) The Provider is entitled to use subcontractors to render the Services. Its responsibility towards the Customer remains unaffected. The data processing agreement applies to the processing of personal data.
(1) TANUO Seat and LAB Seat each include, per Seat and month, 25 million input tokens and 2 million output tokens as separate allowances that cannot be offset against each other, 25 GB of storage and two concurrent requests. Allocation to users and modules takes place within the authorised customer area. Unused monthly allowances are not carried over. The allocation to the specific model and the counting method are documented transparently.
(2) Upon full consumption of the respective monthly input or output token allowance, further requests are processed with lower priority. Processing is blocked from a consumption of 600 % of the respective allowance (base allowance plus 500 % excess) until additional allowance is booked or the following month begins. Input and output tokens are separate allowances. The separate Compute provisions apply to requests routed via TANUO Compute. Storage is a hard limit: once exhausted, read access remains; no automatic deletion of content takes place. Chargeable additional allowances are provided only upon separate order and price agreement.
(3) The Provider makes an overview of allowance consumption available to the Customer.
(4) No monthly token volume allowance applies to requests via the booked TANUO Compute capacity. The agreed concurrency, reference models, context limits and measurement rules are authoritative. The storage limit of the LAB Seat continues to apply.
(1) Services that may be commissioned in addition include, in particular, hardware and software installation, on-premises integration, test runs, technical AI and platform consulting, data ingestion, workflow creation, connection of existing systems and extended support. Section 2 (4) applies to partner training and legal partner services.
(2) Additional services are remunerated separately on a time-and-material basis or at an agreed fixed price, unless expressly agreed otherwise.
(1) Hardware installation, connection and operation at the customer site, and, where applicable, hardware procurement or housing, are agreed only in a separate custom offer specifying ownership, location, responsibilities and remuneration. Seat, LAB Seat or Compute does not entail the provision of any specific or exclusive hardware.
(2) Customer-owned hardware remains the property of the Customer. Administration rights of TANUO and of the Customer, access paths, data backup, maintenance and responsibilities for faults are determined before commissioning. An exclusion of customer access to managed servers does not apply across the board to customer-owned on-premises systems.
(3) A hardware term or minimum term applies only insofar as expressly agreed in the relevant individual contract. Monthly Compute provision does not establish any twelve-month hardware commitment.
(4) After the end of the contract, the Provider returns customer-owned hardware within 30 days. The Customer bears the costs of collection or shipping. Data stored on the hardware is handled in accordance with the data processing agreement.
(1) The Provider aims for high availability of the Services. A specific availability commitment is laid down in the individual SLA.
(2) Without an individual SLA, an availability of 99.0 % per calendar year is a best-efforts target, not an independent performance guarantee. For TANUO Compute, exclusively the agreed commitment of 99.0 % per contract year from the start of performance applies in accordance with its SLA, including the maintenance, measurement and credits governed therein.
(3) Exceptions to the best-efforts target under paragraph 2 are substantiated and documented maintenance, force majeure (Section 18), faults caused by the Customer, and security measures that cannot be postponed. For an individual SLA, exclusively its specific exception and limitation rules apply. An unplanned outage of selected third-party infrastructure is not exempted solely because it is caused by a third party.
(4) If an agreed availability is not met, the provisions of the individual SLA apply. In the absence of a deviating agreement, there are no automatic credits or contractual penalties. The Customer’s statutory rights remain unaffected.
(5) The Customer reports faults to the Provider’s support without delay after becoming aware of them, stating the time and type of the fault.
(1) The Customer uses the Services only in accordance with the contract and within the framework of applicable law.
(2) The Customer undertakes in particular: a) not to use the Services for unlawful purposes; b) not to process content that infringes applicable law or third-party rights; c) to comply with the agreed usage limits; d) to keep access credentials carefully and to protect them against unauthorised access; e) to inform the Provider without delay in the event of suspected misuse or of security incidents; f) to comply with the licence terms of the open source and open weight components used (Section 17); g) not to use the Services for solely automated decision-making in individual cases, including profiling, with legal effect on data subjects or with a similarly significant adverse effect on them, unless the requirements of Art. 22 GDPR are met, and not to implement any practices prohibited under Art. 5 AI Act.
(3) The Customer is responsible for ensuring that the necessary rights, legal bases and authorisations exist for the data it introduces and processes. This applies in particular to personal data and copyright-protected content, and to data and documents that the Customer places in knowledge bases or has processed by the AI models. The Customer may upload only such content in respect of which it holds the necessary usage and processing rights.
(4) The Customer names to the Provider a competent contact person and at least one administrative user, and keeps the contact details up to date. It manages the user accounts in its stack on its own responsibility.
(5) Unless data backup is expressly agreed as part of the Services, it is the Customer’s responsibility. The Customer backs up its data to an extent appropriate to its data criticality, but at least daily.
(6) The Customer indemnifies the Provider against third-party claims based on unlawful use of the Services for which the Customer is responsible, including reasonable costs of legal defence. The Provider informs the Customer without delay of such claims and coordinates the defence with the Customer.
(7) The volume of data the Customer may upload, in particular storage volume and the number or size of documents in knowledge bases, is governed by the agreed scope of services (in particular the number of Seats booked) under the individual contract or service description. The Customer is solely responsible for the content, currency, accuracy and lawfulness of the data it introduces, in particular in its knowledge bases; the Provider does not review this data and is not liable for AI model results that are based on outdated, incorrect or incomplete customer data. The Customer is advised to review and update its data holdings regularly and to remove content that is no longer needed or is outdated.
(1) The Provider is entitled to suspend access to the Services temporarily, in whole or in part, if a) there is reasonable suspicion of abusive or unlawful use, b) there is a significant danger to the security or availability of the systems of the Provider or of third parties, or c) the Customer is in default with more than two consecutive payment dates and payment is not made despite a reminder with a reasonable grace period.
(2) The Provider announces the suspension and, where possible and reasonable, grants the Customer a reasonable period for remedy. In cases of imminent danger, the suspension may take place without prior notice; the Provider informs the Customer without delay.
(3) The suspension is lifted as soon as the reason has ceased to exist. For the duration of a suspension for which the Customer is responsible, the Provider’s claim to remuneration remains in place.
(1) The prices agreed in the individual contract or in the order confirmation apply, in each case plus statutory VAT.
(2) TANUO Seat costs EUR 49.00 net per Seat and month; the standard scope is 3–50 Seats at the same scope of services, from 51 Seats an individual custom offer applies. There are no volume discounts and no trial access. Only where the contract starts between 1 and 31 October 2026 does an introductory discount of 15 % apply for the first three contract months on standard Seats. LAB, Compute, setup and further additional services are excluded from it. LAB costs EUR 49.00 net per Seat and month from one Seat, with no fixed maximum quantity; setup EUR 499.00 net per separately set-up organisational area/billing unit. Base operation of shared areas is agreed separately. Compute costs EUR 1,199.00 net per customer and capacity unit per month, plus a one-off EUR 599.00 net per Compute customer, and requires at least one active LAB Seat. Included allowances are not additionally charged as token consumption. Additional charges require a separate price agreement.
(3) Recurring charges are invoiced monthly in advance; setup upon its completion; ordered additional allowances monthly in arrears. Payment is due 14 days from receipt of the invoice. An expressly agreed immediate payment in the automated ordering process takes precedence.
(4) In the event of default in payment, the statutory provisions apply, in particular default interest of nine percentage points above the base rate (Section 288 (2) BGB).
(5) The Provider may adjust prices appropriately, with a notice period of at least six weeks and effective as of the beginning of a calendar month, if and to the extent that the costs of rendering the Services change significantly, in particular energy, data centre, hardware or personnel costs. In the event of an increase, the Customer has a special right of termination effective as of the date on which the adjustment takes effect.
(1) The contract term follows from the individual contract or the order confirmation. In the absence of a deviating provision, a minimum term of one month applies, with automatic renewal by one further month in each case. Section 7 (3) applies to services with dedicated hardware.
(2) Ordinary termination is possible with one month’s notice effective as of the end of the respective contract term, unless otherwise agreed.
(3) The right to extraordinary termination for good cause remains unaffected. For the Provider, good cause exists in particular in the event of: a) repeated or serious breaches of contract that are not remedied despite warning; b) default in payment with more than two consecutive payment dates; c) misuse of the Services, in particular breach of Section 9.
(4) Terminations must be made in text form (email is sufficient).
(5) After termination of the contract, the Provider handles personal data in accordance with the data processing agreement (deletion or return at the Customer’s choice). For other data, the Provider makes an export in a common format available for 30 days; thereafter the data is deleted, unless statutory retention obligations exist.
(1) The statutory provisions of the contract type applicable in each case pursuant to Section 2 (3) apply to defects, unless otherwise provided below.
(2) Insofar as tenancy law applies to a partial service, no-fault liability for defects already present at the start of performance (Section 536a (1) alt. 1 BGB) is excluded. The Provider is liable for such defects in accordance with Section 14. Rights to remedy of defects and to reduction remain unaffected.
(3) The Customer notifies defects in text form without delay after becoming aware of them and describes them as precisely as possible. Section 536c BGB remains unaffected.
(4) The limitation period for claims based on defects is one year from the statutory commencement of the limitation period. This does not apply to claims based on intent or gross negligence, on injury to life, body or health, on fraudulently concealed defects or on a guarantee, or to claims under the Product Liability Act; in these respects, the statutory periods apply.
(1) The Provider is liable without limitation for intent and gross negligence, for damage arising from injury to life, body or health, in the event of the assumption of a guarantee, and under the Product Liability Act.
(2) In the event of a slightly negligent breach of material contractual obligations, liability is limited to the damage that was foreseeable at the time the contract was concluded and is typical for this type of contract. Material contractual obligations are those obligations whose fulfilment makes the proper performance of the contract possible in the first place and on whose observance the Customer may regularly rely.
(3) In all other respects, liability for slight negligence is excluded.
(4) No additional fixed monetary liability cap is agreed in this version. The limitation for slight negligence under paragraph 2 and the unlimited liability under paragraph 1 remain authoritative.
(5) For the loss of data, the Provider is liable under the preceding paragraphs only up to the expense that would have been required for restoration in the case of proper and regular data backup by the Customer (Section 9 (5)). This does not apply insofar as data backup is expressly agreed as part of the Services.
(6) AI outputs may be incorrect, incomplete or biased. The Customer reviews them before any professionally or legally relevant use. A specific professional result is owed only where expressly agreed. This limits neither the Provider’s obligations to render the technical Services in accordance with the contract nor its data protection or AI Act obligations; this Section 14 applies to breaches of obligations. In the case of external services commissioned by the Customer, the Provider’s own obligations regarding integration, secure transmission and processing remain unaffected. Indemnification requires a breach of obligation for which the Customer is responsible pursuant to Section 9 (6).
(7) The foregoing liability provisions also apply in favour of the Provider’s legal representatives, employees and vicarious agents.
(1) The Provider processes personal data in accordance with the General Data Protection Regulation (GDPR) and the German Federal Data Protection Act (BDSG). Details are set out in the privacy policy at www.tanuo.ai/privacy-policy.
(2) The processing of personal data on behalf of the Customer takes place exclusively on the basis of the data processing agreement concluded between the parties pursuant to Art. 28 GDPR, which forms part of the contract and is concluded before the start of performance. The technical and organisational measures and the list of subprocessors are annexes to the data processing agreement.
(3) For managed services, processing and storage take place at the released locations in Germany. Without a separate order, no external AI model APIs are used. Inference content and KV caches are processed only transiently; documents or chat histories stored in the customer area are subject to the agreed deletion concept. Customer data is not used for the Provider’s own general training or research purposes. Customer-specific fine-tuning requires a separate order, a documented instruction and an appropriate DPA annex.
(4) External systems and AI providers are connected only upon documented commissioning and determination of the data flows. The parties determine the contractual, data protection and, where applicable, third-country requirements per service. The Customer’s own API keys do not replace a role assessment and do not release the Provider from its obligations regarding integration or transmission.
(5) Security and error logs are limited to the necessary metadata and are deleted no later than after 90 days, unless a documented shorter period or a specifically required statutory retention applies. Content logging is deactivated by default; time-limited diagnostics require documented purpose and access rules. Records of processing, deletion and instructions, and billing data, have separate purpose-related periods under the DPA and the deletion concept. Data must be deleted upon expiry of the period; pseudonymisation does not replace deletion.
(6) Both parties maintain confidentiality regarding the trade and business secrets of the other party. This obligation continues to apply after termination of the contractual relationship.
(1) For the AI functions of Seat and LAB Seat developed by TANUO, or developed on its behalf, and provided under its own brand, TANUO is regularly the provider of the respective AI system pursuant to Art. 3 no. 3 AI Act. This is to be distinguished from the provider of an unmodified third-party GPAI model. The Customer’s own systems, substantial modifications and customer-specific model adaptations are classified separately. Art. 25 AI Act concerns particular constellations involving high-risk AI systems. For TANUO Compute, the managed inference performance is to be included in the assessment of the system; an API or the use of shared hardware does not exclude the provider role. The Customer is regularly the deployer of the AI systems it uses on its own responsibility. A person may hold several roles depending on the activity.
(2) Each party fulfils its own applicable obligations, in particular AI literacy, prohibition assessment and, where applicable, high-risk requirements. Within the scope of its provider role, TANUO fulfils the information and design obligations for direct AI interaction and the applicable requirements for machine-readable detectability of synthetic outputs pursuant to Art. 50 AI Act. The Customer fulfils the deployer obligations applicable to its use. The disclosure obligation for deepfakes and for certain text publications pursuant to Art. 50 (4) AI Act applies within its statutory scope and taking the exceptions into account; it does not cover every internal or externally used text across the board. Neither party transfers its own statutory obligations to the other.
(3) TANUO provides relevant model and function information or names its sources. The provision of third-party model cards does not replace a party’s own statutory obligations. For shared LAB areas, data protection and AI roles are documented separately; a research purpose does not establish any automatic exception.
(4) The Customer complies with all applicable provisions of the AI Act when using the Services. Indemnification against third-party claims requires a breach of obligation for which the Customer is responsible pursuant to Section 9 (6). The Provider’s own obligations and liability remain unaffected.
(5) The customer notice “Information for customers on the AI Act – allocation of roles and obligations” explains the roles and the applicable transparency obligations. TANUO provides the version authoritative at the time of conclusion of the contract in storable form before submission of the contractual declaration. The notice supplements the information provided to the Customer, but changes neither the contractual order of precedence nor statutory obligations.
(1) Rights in third-party software, models, designations and functions remain with the respective rights holders. The licence overview specifies, per version, use, hosting, distribution, branding and any additional licences required. TANUO is responsible for the necessary rights for components it provides and operates itself; the Customer is separately responsible for components it introduces itself, within its documented area of responsibility. Designations such as n8n or Open WebUI do not become TANUO’s own protected rights. Labelling as open source or open weight does not replace a review of the specific licence.
(2) All rights in the tools created by the Provider itself, in particular provisioning and automation code, configurations and documentation, remain with the Provider. The Customer receives a simple, non-transferable right of use therein for the term of the contract.
(3) All rights in the data and content introduced by the Customer remain with the Customer. The Provider receives only the rights of use necessary for the performance of the contract.
(4) The following applies to AI-generated content: a) under the current legal position, no copyright regularly arises in purely AI-generated content; b) the Customer may use the generated outputs freely, and the Provider asserts no rights therein; c) the Customer reviews on its own responsibility whether generated content infringes third-party rights; d) the Provider gives no warranty that generated content is free of third-party rights or is eligible for protection.
(1) Events of force majeure that substantially impede or prevent performance release the affected party from its performance obligations for the duration of the disruption. Force majeure includes, in particular, natural disasters, epidemics and pandemics, acts of war, terrorist attacks, large-scale failures of the power or telecommunications supply, cyber attacks for which the Provider is not responsible, and acts of public authority.
(2) The affected party informs the other party without delay of the occurrence and the expected duration. If the disruption lasts longer than six weeks, either party may extraordinarily terminate the affected component of the Services.
(1) Amendments and supplements to the contract require text form. This also applies to the waiver of this text form requirement. The precedence of individual agreements pursuant to Section 305b BGB remains unaffected.
(2) The Customer may transfer rights under this contract to third parties only with the Provider’s prior consent; consent may not be refused without objective reason. Section 354a HGB (German Commercial Code) remains unaffected.
(3) The Provider may name the Customer as a reference customer following prior consent in text form and use the Customer’s company logo for this purpose. Consent may be revoked at any time with effect for the future.
(4) The law of the Federal Republic of Germany applies, excluding the UN Convention on Contracts for the International Sale of Goods, unless mandatory law provides otherwise.
(5) If the Customer is a merchant, a legal person under public law or a special fund under public law, Dresden is the exclusive place of jurisdiction for all disputes arising from and in connection with this contract.
(6) These GTC are provided in German and in English. The contract language is German. In the event of any discrepancy between the language versions, or in any question of interpretation, the German version alone is authoritative.
The data protection role and the role under the AI Act are determined separately for each processing operation and each AI system. For customer and project content processed on instruction, TANUO is in principle a processor. Own purposes in relation to contract and billing data are described separately in the privacy notices. Security logs are allocated according to purpose and order; they do not establish controllership across the board.
For the AI functions of Seat and LAB Seat developed by TANUO, or developed on its behalf, and provided under its own brand, TANUO is regularly the provider of the respective AI system pursuant to Art. 3 no. 3 AI Act. This is to be distinguished from the provider of an unmodified third-party GPAI model. The Customer’s own systems, substantial modifications and customer-specific model adaptations are classified separately. Art. 25 AI Act concerns particular constellations involving high-risk AI systems.
In the case of AI systems interacting directly with natural persons, TANUO ensures, within the scope of its provider obligations, that persons are clearly informed of the AI interaction at the latest upon the first interaction, unless a statutory exception applies. Insofar as Art. 50 (2) AI Act applies, TANUO implements the required machine-readable detectability of synthetic outputs. Mere capability of marking does not replace these implementation obligations.
The Customer fulfils the deployer obligations applicable to its specific use, in particular in the case of deepfakes or the publication of certain texts on matters of public interest pursuant to Art. 50 (4) AI Act, observing the statutory exceptions. This does not result in a blanket marking obligation for every internal text. TANUO provides the necessary function and usage information; neither party can shift its own statutory obligations to the other.
Before processing special categories of data pursuant to Art. 9 GDPR, data of minors, or before a potentially high-risk use, the Customer notifies the types of data and the purpose of use. Legal bases, additional TOMs, a DPIA where applicable, and the specific classification under the AI Act are reviewed before release. Prohibited AI practices remain excluded. The designation LAB or research does not establish any blanket exception from the GDPR or the AI Act.
Customer content is not used for TANUO’s own general model training, research or product development purposes. An expressly commissioned customer-specific adaptation or fine-tuning is permitted only with a documented purpose determination, instruction, permissible data basis and a supplementary DPA annex. A blanket customer consent replaces neither this agreement nor the rights of data subjects.